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Tumblr zum Schnäppchenpreis an Automattic verscherbelt

Das soziale Netzwerk Tumblr inklusive seiner 200 Mitarbeiter wurde zum Schnäppchenpreis an das Unternehmen Automattic verkauft, das für sein Content-Managment-System WordPress bekannt ist. Erst 2013 übernahm Yahoo die Plattform mit inzwischen mehreren hundertmillionen Blogs für 1,1Mrd. US-Dollar. Durch den Zusammenschluss mit AOL war bis zuletzt Verizon für das Sorgenkind Tumblr verantwortlich.


Der jetzige Verkaufspreis liege deutlich unter 20Mio. US-Dollar, manche, wie das US-Nachrichtenmagazin VOX vermuten weniger als drei Millionen US-Dollar. Tumblr erleidet somit einen Wertverlust von über 98%. Auch Pornhub war an einem Ankauf interessiert, obwohl seit Dezember pornografische Inhalte verboten sind. Zuvor wurde die App aufgrund von kinderpornografischer Inhalte aus dem App Store entfernt. Laut dem neuen Besitzer bleibe die Richtlinie bestehen.

HarmonyOS: Die Unabhängigkeitserklärung Huaweis


Auf der ersten hauseigenen Entwicklerkonferenz HDC stellt das Unternehmen für Kommunikationstechnik Huawei ihr eigenes Betriebssystem namens HarmonyOS vor. Als flexible Software, harmoniert es auf IoT-Geräten jeglicher Art, z.B. Fernseher, Wearables, wie Smart- Watches, Auto-Systemen, intelligenten Lautsprechern, Sensoren oder Computern. Falls nötig, werde man das Betriebssystem für seine Tablets oder Smartphones als Android-Alternative in Betracht ziehen. Die chinesische Zeitung Global Times möchte erfahren haben, dass zeitgleich zum Mate30 ein zweites Gerät mit geschrieben Hongmeng - der Name für HarmonyOS in China - auf den Markt kommen soll. Huawei äußerte sich im Rahmen der Entwicklerkonferenz dazu nicht. Programmierer können zum Entwickeln von Apps ihre Erfahrungen mit C++, Java und Kotlin nutzen. Darüber hinaus wird ein SDK die Entwicklung über verschiedene Geräte hinweg unterstützen. Trotz möglichem Status als Open-Source-System verbietet der Konzern aus Sicherheitsgründen den Root-Zugriff.

Daten-Leck an der LuO in Darmstadt


Durch eine gelungene Phishing-Attacke auf die Lehrerschaft der Lichtenbergschule in Darmstadt waren laut der Einschätzung einer anonymen Person die Noten des letzten Abiturjahrgangs inklusive Name und Ortsangabe, Mitteilungen von Lehrern zu Lehrern, Schülern oder Eltern, Fehlstunden, Konferenzbeschlüsse und Mitteilungen des Personalrats für die Angreifer einsehbar. Der mittlerweile pensionierte Schulleiter Meinhard Hiemenz bestreitet dies, doch spricht nachher von einer niedrigschwelligen Störung. Von einer Meldung ans Staatliche Schulamt habe er abgesehen. Ob und welche Daten entwendet wurden bleibt unbekannt. Intern änderte man die Passwörter betroffener Personen und sensibilisierte das Kollegium für den Datenschutz. Dennoch reagierte das Land Hessen bereits in den Sommerferien mit einem generellen Verbot für Microsofts Office 365. Unter Auflagen ist der Einsatz wieder erlaubt.

Die Software Lösung ist einerseits preiswert, das stellt ein Vorteil für Schulen dar, die sich selbst um ihre IT-Infrastruktur kümmern, andererseits verzichtet man auf eine vollständige Administration. Das Land Hessen arbeitet zur Zeit an einem eigenen Programm, das mit dem Schuljahr 2021/22 eingeführt werde. 450 Schulen nutzen es im Testbetrieb, doch trotz dem Zusatz "Digitalstadt" keine einzige aus Darmstadt.

Anti-Mobbing-Filter bei Instagram


Bereits letztes Jahr gab Instagram bekannt, dass sie strikt gegen Mobbing sind und auch dagegen vorgehen wollen. Dies versuchen sie mit einem Anti-Mobbing-Filter zu erreichen. Nun hat das soziale Netzwerk vor einiger Zeit ihren Anti-Mobbing Filter ins amerikanische System eingefädelt. Das Programm erkennt böse oder gemeinwillige Texte oder Kommentare - auch bei Direktnachrichten - bevor der Sender die Nachricht abschicken kann. Aktuell fragt einen das System nur, ob man die Mitteilung wirklich versenden möchte. Der Empfänger kann in seinen Einstellungen diese Nachrichten blockieren, sowie nach wie vor den Sender, aber es kann auch passieren, dass diese Nachrichten gar nicht erst angezeigt werden.

Hinzu kommt ein Keyword-Filter, wo wie der Name schon sagt auf bestimmte Schlüsselwörter geachtet wird und folglich so behandelt werden wie böswillige Nachrichten. Darüber hinaus soll auch ein Spam-Filter kommen, welcher Spam entdeckt und verbirgt. Das Ziel laut Instagram ist, jedem egal was man auf deren Plattform online stellt man dafür nicht gemobbt wird.

Hinweis: Der Beitrag entstand im Rahmen der Sendung radio.exe bei Radio Darmstadt. Alle Inhalte - Podcast & Skripte - gibt es online bei radioexe.de. Schalte an jedem vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr live zu via 103,4MHz, DAB+ oder im weltweiten Stream!

©2019 Hessentrend/ radio.exe-Team

Seit der letzten Ausgabe von radio.exe rührte sich kaum etwas in der Welt der Technik seitens der Hardware, doch das soll uns nicht an weiteren Produktionen hindern. Gaston und Leon diskutieren über Huawei's Neuvorstellung HarmonyOS, und das Daten-Leck, das nicht nur am Ort des Geschehen - der Lichtenbergschule DA - für Hysterie sorgte. Zu den News gehört: Tumblr an Automattic verscherbelt, Dreck statt Technik - Amazon Betrug aufgeflogen, Datenschutzrevolution bei Smart-Speakern und die gamescom. Über die Sendung hinweg zieht sich das Thema: Content-Managment-Systeme, wie WordPress oder Typo3.


Hinter radio.exe steckt ein Team aus Jugendlichen, die zum Spaß an der Technik jeden vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr eine Sendung auf die Beine stellen. Um 23:00Uhr des selben Tages, wie auch am Montag ab 05:00Uhr & 10:00Uhr wird die Show wiederholt. Dabei wird über das NKL Radio Darmstadt via 103,4MHz, DAB+ oder im weltweiten Stream unter radiodarmstadt.de gesendet.

radio.exe · SO 25.August · 17-18Uhr anhören!

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Android Q: Darauf können Kunden gespannt sein

Alle Jahre wieder; stellen zahlreiche Unternehmen neue Smartphones vor, aber das Betriebssystem kommt in der Regel von Google. Nun hat das Unternehmen im Rahmen der Entwicklerkonferenz I/O das neue Android Q für z.B. App-Entwickler freigegeben. Besitzer eines Pixel-Gerätes und einer Auswahl weiterer Hersteller können die Beta-Version installieren, doch sollte der Spaß mit Vorsicht genossen werden, da es unter Umständen zu Abstürzen inklusive Datenverlust führen könnte.


Der allseits bekannte Darkmode, der in Verbindung mit OLED-Panels Akku einspart, ist demnächst auch in den Systemapps heimisch. Die Nachrichtenzentrale verrät, wie lange das Gerät bei gleichmäßigem Verbrauch noch benutzt werden kann. Musikliebhaber erfahren durch eine Zeitleiste, wie lang ihr Lieblingssong vorangeschritten ist, wobei bislang nach wie vor ausschließlich in der Musikapp vor- bzw. zurückspult werden muss. Noch einfacher gestaltet sich das Verbinden mit WLAN-Netzen, da ein QR-Code mit allen verbindungsrelevanten Informationen genügt. Wir bleiben in den Einstellungen, denn der Datenschutz wurde verbessert. Zukünftig kann für jede einzelne App entschieden werden, ob man z.B. auf die Kamera oder den Standort zugreifen darf. Für die Steuerung bieten sich drei Optionen an: 3-Button-Navigation, 2-Button-Navigation mit teilweiser Gestensteuerung oder reine Gestensteuerung durch Wischbewegungen. Um die Bildschirmzeit zu verringern, können Eltern ihren Kindern oder sich selbst Zeitlimits setzen. Im produktiven Einsatz eignet sich der Fokus-Modus, das heißt, nur ausgewählte Apps dürfen dauerhaft genutzt werden. Obwohl Android durch Drittanbieter-Apps im Gegensatz zu iOS keine integrierte Bildschirmaufnahme- Möglichkeit benötigt, wird es eine solche demnächst geben. Bis Android Q als vollwertiges Update verfügbar ist, darf über den Versionsnamen gerätselt werden. Bekannt ist nur der Anfangsbuchstabe Q & dass es wahrscheinlich, wie die letzten Jahre nach einer Süßigkeit in englischer Sprache benannt wird.

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Jugendliche trinken weniger Alkohol


Lediglich rund 9% der Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren gaben im Rahmen einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an einmal pro Woche Alkohol zu trinken. Befragt wurden 7000 Teilnehmer im Alter bis 25 Jahren. Im Vergleich zu 2004 ist das ein Rückgang von zwölf Prozentpunkten. Auch das Rauschdrinken geschieht nur noch bei der Hälfte aller Personen. Seit vier Jahren unverändert bleibt die Menge der jungen Erwachsenen, die regelmäßig zur Flasche greifen.

Weitere deutschlandweite Berichte sind in der gleichnamigen Kategorie » DE gelistet.

Acht Darmstädter Straßen werden umbenannt


Ungefähr 500 Straßen gibt es in Darmstadt; davon sind 190 nach Persönlichkeiten des Zeitgeschehens benannt worden. Acht davon sorgen für heftige Diskussionen, denn sie werden mit Nazi-Deutschland in Verbindung gebracht. Ein Beispiel ist die Hindenburgstraße, bennant nach dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg der Hitler auf seinem Weg zum Diktator verhalf, indem er ihm zum Reichskanzler ernannte. Eine Mehrheit des Magistrats stimmte sich mit der Empfehlung des Fachbeirats Straßennahmen überein. Für Anwohner der Straßen folgt eine Infoveranstaltung im Herbst.

Weitere Berichte aus Darmstadt's unmittelbarer Nähe sind in der gleichnamigen Kategorie » Darmstadt gelistet.

Kartenzahlung überholt erstmals Barzahlungen


Beträge von etwas über 209 Milliarden Euro beglichen deutsche Verbraucher im Einzelhandel mit der Giro- oder Kreditkarte. Es ist das erste mal, das Kartenzahlung die Barzahlung überholt. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet das Bargeld ein Minus von 1,7% und rund 12,5 Milliarden Euro mehr, die elektronisch bezahlt worden sind. Dennoch bleiben Kunden in über 3/4 der Fällen dem Sprichwort „Nur Bares ist wahres“ treu, weshalb das Handelsforschungsinstitut eine nahe Zukunft mit reiner Kartenzahlung für unwahrscheinlich hält, denn vor allem bei kleinen Summen greifen die meisten zum Münzgeld.

Teststrecke auf der A5: Erster E-Highway in Betrieb genommen


„Elektrifizierter, innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen“ - kurzgesagt: Elisa. Seit Dienstag (07.) rollen auf der A5 im Abschnitt Langen/ Mörfelden und Weiterstadt neben den 135.000 Fahrzeugen noch fünf weitere Lastwagen mit einen Hybridmotor und Stromabnehmer. Mit Hilfe der Stromabnehmer, in der fachsprache Pantografen genannt, können die Laster auf der 5km langen Teststrecke in beide Fahrtrichtungen die Akkus laden. Insgesamt kostete das Projekt 14,6 Millionen Euro, die vom Bundesministerium getragen werden. Ebenso kostspielig könne die Datensammlung inklusive Auswertung bis 2022 werden.

©2019 Hessentrend/ Leon Ebersmann