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Tumblr zum Schnäppchenpreis an Automattic verscherbelt

Das soziale Netzwerk Tumblr inklusive seiner 200 Mitarbeiter wurde zum Schnäppchenpreis an das Unternehmen Automattic verkauft, das für sein Content-Managment-System WordPress bekannt ist. Erst 2013 übernahm Yahoo die Plattform mit inzwischen mehreren hundertmillionen Blogs für 1,1Mrd. US-Dollar. Durch den Zusammenschluss mit AOL war bis zuletzt Verizon für das Sorgenkind Tumblr verantwortlich.


Der jetzige Verkaufspreis liege deutlich unter 20Mio. US-Dollar, manche, wie das US-Nachrichtenmagazin VOX vermuten weniger als drei Millionen US-Dollar. Tumblr erleidet somit einen Wertverlust von über 98%. Auch Pornhub war an einem Ankauf interessiert, obwohl seit Dezember pornografische Inhalte verboten sind. Zuvor wurde die App aufgrund von kinderpornografischer Inhalte aus dem App Store entfernt. Laut dem neuen Besitzer bleibe die Richtlinie bestehen.

HarmonyOS: Die Unabhängigkeitserklärung Huaweis


Auf der ersten hauseigenen Entwicklerkonferenz HDC stellt das Unternehmen für Kommunikationstechnik Huawei ihr eigenes Betriebssystem namens HarmonyOS vor. Als flexible Software, harmoniert es auf IoT-Geräten jeglicher Art, z.B. Fernseher, Wearables, wie Smart- Watches, Auto-Systemen, intelligenten Lautsprechern, Sensoren oder Computern. Falls nötig, werde man das Betriebssystem für seine Tablets oder Smartphones als Android-Alternative in Betracht ziehen. Die chinesische Zeitung Global Times möchte erfahren haben, dass zeitgleich zum Mate30 ein zweites Gerät mit geschrieben Hongmeng - der Name für HarmonyOS in China - auf den Markt kommen soll. Huawei äußerte sich im Rahmen der Entwicklerkonferenz dazu nicht. Programmierer können zum Entwickeln von Apps ihre Erfahrungen mit C++, Java und Kotlin nutzen. Darüber hinaus wird ein SDK die Entwicklung über verschiedene Geräte hinweg unterstützen. Trotz möglichem Status als Open-Source-System verbietet der Konzern aus Sicherheitsgründen den Root-Zugriff.

Daten-Leck an der LuO in Darmstadt


Durch eine gelungene Phishing-Attacke auf die Lehrerschaft der Lichtenbergschule in Darmstadt waren laut der Einschätzung einer anonymen Person die Noten des letzten Abiturjahrgangs inklusive Name und Ortsangabe, Mitteilungen von Lehrern zu Lehrern, Schülern oder Eltern, Fehlstunden, Konferenzbeschlüsse und Mitteilungen des Personalrats für die Angreifer einsehbar. Der mittlerweile pensionierte Schulleiter Meinhard Hiemenz bestreitet dies, doch spricht nachher von einer niedrigschwelligen Störung. Von einer Meldung ans Staatliche Schulamt habe er abgesehen. Ob und welche Daten entwendet wurden bleibt unbekannt. Intern änderte man die Passwörter betroffener Personen und sensibilisierte das Kollegium für den Datenschutz. Dennoch reagierte das Land Hessen bereits in den Sommerferien mit einem generellen Verbot für Microsofts Office 365. Unter Auflagen ist der Einsatz wieder erlaubt.

Die Software Lösung ist einerseits preiswert, das stellt ein Vorteil für Schulen dar, die sich selbst um ihre IT-Infrastruktur kümmern, andererseits verzichtet man auf eine vollständige Administration. Das Land Hessen arbeitet zur Zeit an einem eigenen Programm, das mit dem Schuljahr 2021/22 eingeführt werde. 450 Schulen nutzen es im Testbetrieb, doch trotz dem Zusatz "Digitalstadt" keine einzige aus Darmstadt.

Anti-Mobbing-Filter bei Instagram


Bereits letztes Jahr gab Instagram bekannt, dass sie strikt gegen Mobbing sind und auch dagegen vorgehen wollen. Dies versuchen sie mit einem Anti-Mobbing-Filter zu erreichen. Nun hat das soziale Netzwerk vor einiger Zeit ihren Anti-Mobbing Filter ins amerikanische System eingefädelt. Das Programm erkennt böse oder gemeinwillige Texte oder Kommentare - auch bei Direktnachrichten - bevor der Sender die Nachricht abschicken kann. Aktuell fragt einen das System nur, ob man die Mitteilung wirklich versenden möchte. Der Empfänger kann in seinen Einstellungen diese Nachrichten blockieren, sowie nach wie vor den Sender, aber es kann auch passieren, dass diese Nachrichten gar nicht erst angezeigt werden.

Hinzu kommt ein Keyword-Filter, wo wie der Name schon sagt auf bestimmte Schlüsselwörter geachtet wird und folglich so behandelt werden wie böswillige Nachrichten. Darüber hinaus soll auch ein Spam-Filter kommen, welcher Spam entdeckt und verbirgt. Das Ziel laut Instagram ist, jedem egal was man auf deren Plattform online stellt man dafür nicht gemobbt wird.

Hinweis: Der Beitrag entstand im Rahmen der Sendung radio.exe bei Radio Darmstadt. Alle Inhalte - Podcast & Skripte - gibt es online bei radioexe.de. Schalte an jedem vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr live zu via 103,4MHz, DAB+ oder im weltweiten Stream!

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Die Anfänge von Dr. Mario liegen viele Jahre zurück. Anfang der 1990er Jahre entwickelte und veröffentlichte Nintendo das Rätselspiel für NES und den Gameboy höchstpersönlich.


Das Ziel besteht darin, alle Level zu meistern. Auf einer zweidimesionalen Fläche müssen sämtliche Viren vernichtet werden. Dazu wirft Mario mit einem Arztkittel fortlaufend farbige Pillen hinein. Treffen mindestens drei Objekte einer Farbe aufeinander, so wird die komplette Reihe zerstört. Der Erfolg brachte mehrere Re-Makes, wie Dr. Luigi für die Wii U an Silvester 2013 oder nun auch die App Dr. Mario World hervor.


Das Spiel mit einer Freigabe für alle Altersgruppen ist kostenlos in den App-Stores für iOS und Android zu haben. Das Spielerlebnis wurde dem Smartphone angepasst. So fallen die Pillen nicht mehr von oben in den Behälter hinein, sondern schwimmen an die Oberfläche. Der Spieler darf selbst einen Startpunkt auswählen. Es herrscht nur selten Zeitdruck. Vielmehr ist die passende Taktik gefragt, sodass Mauersteine oder benutzte Blöcke einem nicht zum Verhängnis werden. Nachdem die Schildkröten-Panzer aktiviert worden sind, zerstören sie alle Objekte einer vertikalen oder horizontalen Reihe. Sind alle fünf Leben aufgebraucht, so heißt es warten oder man wird per In-App-Kauf ab 2,29€ zur Kasse gebeten. Auf Reisen, im Zug oder Flugzeug wird die App nutzlos, da eine permanente Netzanbindung vorausgesetzt wird.


Mit der Zeit werden weitere Doktoren, wie Bowser oder Peach mit anderen Fähigkeiten freigeschaltet. Im Mehrspieler-Modus landen die besiegten Erreger auf dem Spielfeld tatsächlicher Spieler. Von Zeit zu Zeit verkleinert sich die Spielfläche.

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Zum digitalen Mitschreiben von Tafelbildern in der Schule oder der Uni in handgeschriebener Form stehen in Kombination mit dem Apple Pencil mehrere Apps zur Verfügung. Zu ihnen zählen unter anderem Microsoft's OneNote, Notability oder GoodNotes. Letzteres nutze ich im Schulalltag, weshalb im Review diese App genauer unter die Lupe genommen wird.


Hinter GoodNotes steckt das Entwicklerteam der Time Base Technology Limited. Die Anwendung wurde zuletzt vor sechs Monaten aktualisiert, doch hat es den Hintergrund, dass Version 5 zu einer selbständigen App wurde. Das Update mit der Versionsnummer 5.1.5 wurde erst vor einer Woche freigegeben. Das Programm kostet einmalig 8,99€, aber treue Kunden und Kundinnen lässt man nicht im Stich, da ihnen ein kostenloses oder vergünstigtes Upgrade geboten wird.

Funktionalität


Beim ersten Öffnen existieren lediglich die Kategorien "Unkategorisiert" und ein Papierkorb. Ich habe dem Anwendungsgebiet getreu eine Kategorie namens Schule erstellt. Dazu gehören weitere Unterkategorien, die den Schulfächern entsprechen. In meinem Falle wäre das nicht nötig, da pro Unterrichtsfach ein Notizbuch zu stande kam. Für jedes Notizbuch darf das passende aus den Vorlagen für Titelseiten und liniatur gewählt werden. Bei mir bewährten sich die Templates mit dem größten Abstand in den Sprachen. In den Naturwissenschaften bevorzuge ich Karrierungen mit dem kleinsten Abstand. Zum Schreiben gibt es zwei Varianten: entweder über das gesamte Blatt hinweg oder im Schreibfenster, das nur einen kleinen Ausschnitt zeigt. Dafür werden mehr Tools und Einstellungsoptionen geboten.

Der Wechsel zwischen drei Farben ist binnen Bruchteil einer Sekunde vollzogen. Jede Farbe im Hexadezimalcode-Bereich steht zur Auswahl. Neben der Dicke des Radiergummis gibt es die Funktionen automatisches Abwählen und löschen ganzer Linien. Ersteres deaktiviert den Radierer, sobald Finger oder Eingabestift den Bildschirm verlassen. Bei größeren Fehlern wäre es hilfreich, wenn man den zu löschenden Bereich nur zu umkreisen bräuchte.


Eine anfänglich unterschätzte Funktion erwies sich als äußerst praktisch. Die Templates haben keine Ränder an den Seiten, wie es in Heften üblich ist. Deshalb kann digital ein gestrichelter Rand mit beliebiger Breite erschaffen werden mit dem Vorteil, dass er beim Export zu .pdf oder in der Seitenansicht verschwindet. Last but not least: gute Programme bieten die Option zum Widerrufen der neusten Änderungen, so auch GoodNotes. Ist das Notizbuch mit Lernstoff gefüllt, so öffnet sich eine neue Seite mit selbem Design durch ein Wischen nach links.

Good or bad? - Nachteile abwägen


In der vorinstallierten Notizen-App hilft beim Zeichnen ein virtuelles Lineal. Im Zeichenmodus erkennt die App die Nutzereingabe, wodurch Überschriften in kürzester Zeit unterstrichen sind. In dem Anwendungsgebiet käme die Funktion "automatisches Abwählen" seinem Nutzer gelegen. Es werden auch einfache Formen, wie Kreis, Drei- oder Viereck verbessert. Leider ist mir das Vorgehen des Algorithmus nicht schlüssig, was mir präzise Zeichnungen, wie Graphen unmöglich macht. Daher nahm ich des häufigeren den Umweg über Geogebra. Für ein besseres Nutzererlebnis sind vorgefertige Koordinatensysteme oder zumindest Tabellen wünschenswert. Die Funktion hinter dem Textmarker-Symbol ist selbsterklärend. Das Lasso-Tool ähnelt dem Markieren am PC. Das Wechseln der Farbe zählt zu den Standards. So sorgte ich für Verwunderung bei meinem Sitznachbar, als ich ohne einen Kommentar in pink schrieb. Im Gegensatz zu der Ausrichtung ist die Objektgröße ist auch im Nachhinein änderbar.

Am Ende des Schuljahres oder einer Themeneinheit steht der Export zur Archivierung bevor. Welche Seiten exportiert werden, ist zweitrangig: nur die aktuelle, das gesamte Dokument oder eine benutzerdefinierte Zusammenstellung. Zur Auswahl stehen drei Optionen: .pdf, als Bilddatei oder GoodNotes eigenen Dateiformat. Letzteres nutze ich nie, da es sich nur mit der App öffnen lässt. Zur Synchronisierung über mehrere Geräte hinweg, bietet sich der automatische Austausch über iCloud an. Das funktionierte hervorragend, bis auf die wenigen Ruckler, wenn auf zwei Geräten ein identisches Notizbuch betrachtet wird.

Fazit


Um zum Ende zu gelangen: GoodNotes begleitete mich das gesamte letzte Schuljahr durch die meisten Unterrichtsstunden. Man lernt über die Monate hinweg besser mit den Möglichkeiten der App umzugehen. In den naturwissenschaftlichen Fächern gibt es gerade im Bezug auf detaillierte Zeichnungen Luft nach oben. Aus diesem Anlass empfehle ich ein Muster- Koordinatensystem und eine Tabelle anzufertigen, die bei Bedarf kopiert werden. In der Testphase habe ich den Umstieg auf Version 5 noch nicht gewagt, da mein Ersteindruck alles andere als positiv war. Das liegt zu einem nicht geringen Teil daran, dass im Schreibfenster meiner Beobachtungen zufolge weniger Platz zur Verfügung steht.

Hinweis: Der Artikel entstand im Rahmen der Sendung radio.exe bei Radio Darmstadt. Alle Inhalte - Podcast & Skripte - gibt es online bei radioexe.de. Schalte an jedem vierten Sonntag im Monat live zu via 103,4MHz, DAB+ oder im weltweiten Stream!

©2019 Hessentrend/ Leon Ebersmann


Zur Hardware zählen lediglich zwei Komponenten. Das Herzstück des Setups stellt das Tablet dar. In meinem Fall ist es das bislang aktuelle iPad der sechsten Generation mit 32GB Speicher aus dem vergangenen Jahr. Wieso Apple? Weshalb iOS? Warum dieses Modell? Durch weitere Geräte bin ich dem Ökosystem des Konzerns verfallen, jedoch ist Plug'n'Play vor allem für nicht technikaffine Menschen von Vorteil. Zusätzlich erlebte ich im täglichen Gebrauch keine dramatischen Enttäuschungen von Hard- oder Software. Des Weiteren werden iPads häufig in Bildungseinrichtungen, wie unserer Schule genutzt, wodurch ich auf die Thematik aufmerksam wurde.

Wieso, Weshalb, Warum?


Zu Beginn war der Apple Pencil ein Feature, das den hochpreisigen Modellen vorbehalten war. Im ersten Quartal 2018 änderte sich dies mit den neuen Modellen im niedrigsten Preissegment. Der Aufpreis für mehr Speicher oder ein LTE-Modul wird es der breiten Masse nicht Wert sein. Meine Motivation für Technik im Unterricht war es nie, nicht mehr schreiben zu müssen, sondern Alternativen für Stift und Papier zu finden. Daher kaufte ich mir den zuvor erwähnten Eingabestift. Zur Software zählen im Wesentlichen vier Anwendungen: Good Notes, eine weitere App zum Digitalisieren von Arbeitsblättern, das Mathematik-Programm Geogebra, sowie ein gewöhnliches Online-Wörterbuch.

Die Erlaubnis: Wer nicht fragt, bleibt dumm!


Doch die beste Hard- und Software nützt nichts, wenn man sie nicht verwenden darf. Insofern ist es ratsam vor der Investition, seine Lehrkräfte um Erlaubnis zu fragen. Glücklicherweise reagierten die meisten äußerst positiv auf den Vorschlag. Entgegen meiner Erwartungen gab es keine nennenswerten Meinungsunterschiede durch das Alter. Eine Lehrerin fragte nach der Meinung anderer. Das war an einem Montag-Vormittag. Die Woche begann mit Physik bei einer Person, die selbst ein Convertible für ihren Unterricht benutzt. Kurzgesagt: Alle Lehrkräfte, die private Geräte zum Schulunterricht mitbrachten, erlaubten es ohne mit der Wimper zu zucken. Manche machten es von den Reaktionen meiner Kurskameraden und Kurskameradinnen abhängig. Einer empfahl den Versuch distanziert anzugehen, das heißt, sobald das "Spielzeug" einen negativen Einfluss hat, solle man das Herkömmliche - nämlich Stift und Papier - wieder in Betracht ziehen.


Bei insgesamt 12 Lehrkräften kam es nur zu einem negativen Erlebnis. Zu Beginn des Schuljahres stand Mikroskopie auf dem Lehrplan. Nach Absprache mit der Lehrerin sollte ich die Zeichnungen, die zu jener Zeit das Schriftliche darstellten, auf Papier anfertigen. Danach dürfte das Tablet genutzt werden. Als es soweit war, holte ich statt einem Block entsprechende Gerätschaft hervor. Kurz darauf kam die Lehrkraft auf mich zu und wunderte sich, was ich dort veranstaltete, da sie sich an keine Abmachungen erinnern könne. Ich traute mich nicht nach einiger Zeit erneut zu fragen, weil ich meine Note nicht gefährden wollte. FunFact: Biologie zählte zu den besten Schulfächern der E-Phase.

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Statt einer schweren Tasche nur mit Tablet und Zubehör in den Unterricht kommen. In Deutschland scheint das nach entfernter Zukunftsmusik, doch wagte ich das Selbstexperiment in Absprache mit meinen Lehrern und Lehrerinnen über das letzte Schuljahr hinweg. In dieser Sendung berichte ich über positive, als auch negative Erfahrungen in und außerhalb des Unterrichts mit Hard- oder Software. Zwischenmenschliche Ereignisse dürfen natürlich nicht fehlen!


Hinter radio.exe steckt ein Team aus Jugendlichen, die zum Spaß an der Technik jeden vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr eine Sendung auf die Beine stellen. Um 23:00Uhr des selben Tages, wie auch am Montag ab 05:00Uhr & 10:00Uhr wird die Show wiederholt. Dabei wird über das NKL Radio Darmstadt via 103,4MHz, DAB+ oder im weltweiten Stream unter radiodarmstadt.de gesendet.

radio.exe · SO 28.Juli · 17-18Uhr anhören!

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Zwar sind zur Zeit Sommerferien, doch das Team hinter radio.exe denkt gar nicht an Faulenzen. In dieser Special-Sendung - das heißt mehr Hörspaß für Dich - haben wir uns Instagram's Anti-Mobbing-Filter und Dr. Mario genauer unter die Lupe genommen. In welcher Situation bietet die Switch Lite mehr Vorteile gegenüber seinem großen Bruder? Kreatives Jump'n'Run mit Super Mario Maker; erhältlich für Konsole & Handheld. Außerdem: Haben wir Angst vor der Technik?

Hinter radio.exe steckt ein Team aus Jugendlichen, die zum Spaß an der Technik jeden vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr eine Sendung auf die Beine stellen. Um 23:00Uhr des selben Tages, wie auch am Montag ab 05:00Uhr & 10:00Uhr wird die Show wiederholt. Gesendet wird über das NKL Radio Darmstadt via 103,4MHz, DAB+ oder im weltweiten Stream unter radiodarmstadt.de.

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Die WWDC, also die Worldwide Developers Conference ist - wie der Name schon verrät - Apples jährliche Veranstaltung für Software-Entwickler. Austragungsort war San Jose im The McEnery Convention Center. Obwohl die Premiere schon 1983 stattfand, so war es 2019 im Zeitraum der ersten Juniwoche die 30. Ausgabe. Während in Deutschland und anderswo aufgrund der Zeitverschiebung schon der Abend anbrach, eröffnet Apple die Veranstaltung mit einer Keynote, die die neuen Versionen von watchOS, iOS und macOS beinhaltet.

watchOS 6


Wie zu erwarten war, bringt watchOS 6 neue Faces - dem englischen Wort für Ziffernblatt - inklusive neuer Features. Diese vibrieren zu jeder vollen Stunde und geben auf Wunsch einen Ton, z.B. Vogelgezwitscher wieder. Die Anwendung Sprachaufnahmen und selbst ein Taschenrechner sind von Haus aus installiert. System- und Drittanbieter-Apps ist es gestattet völlig losgelöst von einem iPhone zu funktionieren. Aus diesem Anlass wurde ein seperater App Store hinzugefügt. Bei einer Lautstärke von 90dB warnt das Gerät mit einer unübersehbaren Meldung, ansonsten kann je nach Design eine Skala aktiviert werden. Das Unternehmen betont dabei, dass man weder Audioschnipsel aufnehmen noch speichern werde.

iOS 13: Im Auftrag des Datenschutzes


Auch iOS 13 steht im Sinne des Datenschutzes. Die momentane Version - iOS12 oder neuer - ist laut eigenen Angaben auf 85% aller aktuellen Geräte installiert. Bei Android Pie ist das nur bei 10% der Geräte der Fall. Mit „Sign In With Apple“ möchte man neben Facebook und Gmail konkurrieren. Der Vorteil für den Endverbraucher besteht darin, dass Entwickler für jegdliche Daten, die benötigt werden, um Erlaubnis fragen muss. In pucto E-Mail-Adresse gibt es zweierlei Wege: entweder gibt man seine tatsächliche Adresse preis oder es wird eine zusätzliche Zeichenkette generiert, die ihren Inhalt an die AppleID weiterleitet. Im neuen Leitfaden zum Entwickeln von Apps ist festgelegt, dass Nutzern die Option an erster Stelle geboten werden muss. Der Standort der Kunden wird noch besser geheim gehalten, indem Apps nur eine einmalige Erlaubnis erteilt wird.

iOS: Apps laden schneller & Darkmode


Neue Anwendungen sollen ihre Datengröße beinah halbieren und Updates übertreffen das mit bis zu 60%, wodurch Apps zukünftig doppelt so schnell starten. Erreicht wird das unter anderem durch die Optimierung von Swift, der hauseigenen Entwicklerumgebung. In Apps ist es keine Seltenheit, doch die Betriebssysteme tun sich schwer: nach macOS Mojave und AndroidQ wird es auch hier einen Darkmode geben! Apple Musik wurde um zeitsynchronisierte Lyrics erweitert. Der Musikgenuss muss kein Ende nehmen, da eine nahtlose wiedergabe zwischen mobilem Endgerät und Homepod möglich ist, sobald sich ersteres in der Nähe befindet. Vergessliche Menschen können in Karten Orte hinzufügen, die man häufiger besucht. Bei Memojis handelt es sich um personalisierte Animoji, die überall funktionieren solange in den weiteren Geräten mindestens ein A9-Chip verbaut ist. Das iPhone 6S, SE und iPad 2017 bilden die Untergrenze. Bei iMessage dürfen Absender ihren Namen und ein Profilbild zur besseren Übersicht mitsenden. SiriKit erhöht in einem gewissen Rahmen die Sicherheit, denn eingegange Nachrichten werden via Kopfhörer vorgelesen und können auch per Sprachbefehl beantwortet werden. Fotos wird um einen Reiter ergänzt, der Bilder und Videos ähnlich der Kachelansicht bei Windows anordnet.

iPadOS: Unkreativer geht's nicht!


Verwunderung machte sich bemerkbar, als der Schriftzug iPadOS auf der Leinwand erschien, denn bislang wurde nicht zwischen iPhone, iPod oder den Tablets unterschieden. Bis auf den Namen bleibt alles beim Alten, das heißt alle vorhin erwähnten Funktionen sind vorhanden; weitere Folgen jetzt. Der Home-Screen erhält durch Widgets, die bisher ein Schattenleben führten mehr Funktionalitäten. Multitasking ist fortan nicht mehr nur über verschiedene Apps hinweg möglich, sondern ebenso innerhalb einer App, um bspw. zwei Dokumente zu betrachten. Ein fairer Wettbewerb ist gewährleistet, indem auch Drittanbieter wie Microsoft es in ihren Office Produkten anbieten können. Um seinem Projekt das gewisse Etwas zu verleihen, stehen Schriftarten zum Herunterladen im App Store bereit.

Safari wurde um einen Download-Manager ergänzt und scrollen verhält sich ähnlich dem PC. Allgemein öffnet sich das System ein wenig, da Sticks oder Festplatten akzeptiert werden. Neue Gesten nutzen das Potential von Touch-Bildschirmen: zieht man einen markierten Text mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger zusammen, wird der Bereich ausgeschnitten. Um das Gegenteil zu bewirken: Stelle auswählen und gleiche Finger spreizen. Durch Wischen von rechts nach links wird der Vorgang widerrufen. Außerdem überbietet Apple seinen eigenen Rekord - nämlich die Latenz des Apple Pencils - von 20ms auf 9ms. Für den produktiven Einsatz stellt es einen Gewinn dar, weil ein iPad ohne meist kostenpflichtige Drittanbieter-App als Zweitbildschirm mit einem Mac angeschlossen wird.

macOS Catalina: Sorgenkind iTunes


Zu guter letzt stellte man eine weitere Version von macOS vor, die in diesem Jahr nach Santa Catalina Island - einer Insel im Pazifik - benannt wurde. Der Alleskönner iTunes wird zur besseren Übersicht geteilt in Apple Musik, Podcasts und TV. Das System unterstützt die Wiedergabe von 4K HDR Inhalten in wahlweise Dolby Vision oder Atmos. Gerätebackups werden demnächst im Finder; dem Pendant zum Dateiexplorer bei Microsoft erstellt. Was die Zukunft für iTunes auf Windows bringt ist ungewiss. Find My hilft beim Wiederfinden seiner teuren Spielzeuge. Im Vergleich zu Find My iPhone braucht das vermisste Gerät keine aktive Netzanbindung, sondern nutzt Bluetooth, um mit anderen Geräten des Konzerns zu kommunizieren. Die Daten werden verschlüsselt versandt und weder Akkulaufzeit noch Datenverbrauch sollten darunter leiden. Den Aktivitätentracker Screen Time kennen wir von iOS 12 und bald auch in macOS Catalina.

Die Betas aller erwähnten Betriebssysteme stehen für Entwickler seit der Keynote bereit, das öffentliche Testen beginnt in den Sommerferien. Die fertigen Versionen stehen in der Regel im September nach der Präsentation neuer Smartphones zum Download bereit.

Überraschung: das Monstrum MacPro


Zur Überraschung aller wurde neue Hardware, nämlich ein weiterer MacPro vorgstellt. Die nötige Leistung liefert ein Intel Xeon Prozesser mit bis zu 28 Kernen. Außerdem sind in der höchsten Ausstattung 1,5 Terabyte RAM verbaut. Dabei habe ich mich weder verlesen noch verschrieben, denn es stehen 4TB SSD zum Speichern von Daten zur Verfügung. Zusätzlich sind acht PCIe, vier Thunderbolt 3, zwei USB-A und ein Klinkenstecker vorhanden. Im Gehäuse, das einer Käsereibe ähnelt, ist Platz für zwei Einheiten der stärksten Grafikkarten der Welt: der Radeon Pro Vega 2. Durch einen Trick wird selbst dies verdoppelt, wodurch man Werte von 56 Teraflops und 128GB Grafikspeicher erhält. Mit der nötigen Energie wird das Monstrum von einem 1,4kW-Netzteil versorgt. Die Basisaustattung kostet 6000$. Nicht wesentlich günstiger wird das 32Zoll Pro Display XDR mit einer Retina 6K Auflösung. XDR bedeutet Extreme Dynamic Range. Für einen Aufpreis ist ein spiegelfreies Glas ohne Einbußen bei der Farbdarstellung verbaut. Für den Standfuß mit Hochkantpositionierung muss ein Tausender addiert werden.

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Im Rahmen der WWDC stellte das Soft- und Hardwareunternehmen Apple die Neuheiten kommender Versionen von watchOS, iOS und macOS Catalina vor! Wie registrieren wir uns; wie geht es richtig? Was hat AndroidQ vom Konkurrenten Google unter der Haube? Ebenso im Programm: die News - genannt Shortcuts: Smartwatch-App für Darmstadt & Facebook's Cyberwährung Libra. Außerdem: der "neue" iPod.

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Android Q: Darauf können Kunden gespannt sein

Alle Jahre wieder; stellen zahlreiche Unternehmen neue Smartphones vor, aber das Betriebssystem kommt in der Regel von Google. Nun hat das Unternehmen im Rahmen der Entwicklerkonferenz I/O das neue Android Q für z.B. App-Entwickler freigegeben. Besitzer eines Pixel-Gerätes und einer Auswahl weiterer Hersteller können die Beta-Version installieren, doch sollte der Spaß mit Vorsicht genossen werden, da es unter Umständen zu Abstürzen inklusive Datenverlust führen könnte.


Der allseits bekannte Darkmode, der in Verbindung mit OLED-Panels Akku einspart, ist demnächst auch in den Systemapps heimisch. Die Nachrichtenzentrale verrät, wie lange das Gerät bei gleichmäßigem Verbrauch noch benutzt werden kann. Musikliebhaber erfahren durch eine Zeitleiste, wie lang ihr Lieblingssong vorangeschritten ist, wobei bislang nach wie vor ausschließlich in der Musikapp vor- bzw. zurückspult werden muss. Noch einfacher gestaltet sich das Verbinden mit WLAN-Netzen, da ein QR-Code mit allen verbindungsrelevanten Informationen genügt. Wir bleiben in den Einstellungen, denn der Datenschutz wurde verbessert. Zukünftig kann für jede einzelne App entschieden werden, ob man z.B. auf die Kamera oder den Standort zugreifen darf. Für die Steuerung bieten sich drei Optionen an: 3-Button-Navigation, 2-Button-Navigation mit teilweiser Gestensteuerung oder reine Gestensteuerung durch Wischbewegungen. Um die Bildschirmzeit zu verringern, können Eltern ihren Kindern oder sich selbst Zeitlimits setzen. Im produktiven Einsatz eignet sich der Fokus-Modus, das heißt, nur ausgewählte Apps dürfen dauerhaft genutzt werden. Obwohl Android durch Drittanbieter-Apps im Gegensatz zu iOS keine integrierte Bildschirmaufnahme- Möglichkeit benötigt, wird es eine solche demnächst geben. Bis Android Q als vollwertiges Update verfügbar ist, darf über den Versionsnamen gerätselt werden. Bekannt ist nur der Anfangsbuchstabe Q & dass es wahrscheinlich, wie die letzten Jahre nach einer Süßigkeit in englischer Sprache benannt wird.

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Jugendliche trinken weniger Alkohol


Lediglich rund 9% der Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren gaben im Rahmen einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an einmal pro Woche Alkohol zu trinken. Befragt wurden 7000 Teilnehmer im Alter bis 25 Jahren. Im Vergleich zu 2004 ist das ein Rückgang von zwölf Prozentpunkten. Auch das Rauschdrinken geschieht nur noch bei der Hälfte aller Personen. Seit vier Jahren unverändert bleibt die Menge der jungen Erwachsenen, die regelmäßig zur Flasche greifen.

Weitere deutschlandweite Berichte sind in der gleichnamigen Kategorie » DE gelistet.

Acht Darmstädter Straßen werden umbenannt


Ungefähr 500 Straßen gibt es in Darmstadt; davon sind 190 nach Persönlichkeiten des Zeitgeschehens benannt worden. Acht davon sorgen für heftige Diskussionen, denn sie werden mit Nazi-Deutschland in Verbindung gebracht. Ein Beispiel ist die Hindenburgstraße, bennant nach dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg der Hitler auf seinem Weg zum Diktator verhalf, indem er ihm zum Reichskanzler ernannte. Eine Mehrheit des Magistrats stimmte sich mit der Empfehlung des Fachbeirats Straßennahmen überein. Für Anwohner der Straßen folgt eine Infoveranstaltung im Herbst.

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Kartenzahlung überholt erstmals Barzahlungen


Beträge von etwas über 209 Milliarden Euro beglichen deutsche Verbraucher im Einzelhandel mit der Giro- oder Kreditkarte. Es ist das erste mal, das Kartenzahlung die Barzahlung überholt. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet das Bargeld ein Minus von 1,7% und rund 12,5 Milliarden Euro mehr, die elektronisch bezahlt worden sind. Dennoch bleiben Kunden in über 3/4 der Fällen dem Sprichwort „Nur Bares ist wahres“ treu, weshalb das Handelsforschungsinstitut eine nahe Zukunft mit reiner Kartenzahlung für unwahrscheinlich hält, denn vor allem bei kleinen Summen greifen die meisten zum Münzgeld.

Teststrecke auf der A5: Erster E-Highway in Betrieb genommen


„Elektrifizierter, innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen“ - kurzgesagt: Elisa. Seit Dienstag (07.) rollen auf der A5 im Abschnitt Langen/ Mörfelden und Weiterstadt neben den 135.000 Fahrzeugen noch fünf weitere Lastwagen mit einen Hybridmotor und Stromabnehmer. Mit Hilfe der Stromabnehmer, in der fachsprache Pantografen genannt, können die Laster auf der 5km langen Teststrecke in beide Fahrtrichtungen die Akkus laden. Insgesamt kostete das Projekt 14,6 Millionen Euro, die vom Bundesministerium getragen werden. Ebenso kostspielig könne die Datensammlung inklusive Auswertung bis 2022 werden.

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