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Auch Kopieren will gelernt sein - Gesundheitsministerium Québec teilt Porno

Gründonnerstag (14.) in Québec: Das Gesundheitsministerium der kanadischen Provinz wollte unspektakulär die tagesaktuelle Corona-Inzidenz teilen. Der Tweet enthielt ein Vorschaubild und für weitere Informationen wurde auf die eigene Website verlinkt.

Symbolbild: Auch Kopieren will gelernt sein - Gesundheitsministerium Québec teilt Porno
Der Link wurde mittels des URL-Kürzungsdienst bit.ly gekürt, doch dadurch passierte der Fauxpas. Denn, wer auf den Link klickte landete nicht - wie erwartet - auf der Website des Gesundheitsministeriums, sondern bei Pornhub bei einem Video von Frauenfüßen in Großaufnahme. Erst nach 40 Minuten und zahlreichen Hinweisen aus der Netzgemeinde löschte das Gesundheitsministerium Québec den Tweet und bat im Anschluss um Verzeihung: "[…] Wir suchen nach den Ursachen. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten." So lange wollten die erheiterten Twitter-Nutzer:innen nicht warten und spekulierten über mögliche Ursachen. War es ein überspannter Mitarbeiter? War es ein Hackerangriff? Doch die logischste Erklärung ist gleichermaßen beruhigend und langweilig. Der Kurzlink zu der Website des Gesundheitsministeriums und zum Pornhub-Video gleichen sich bis auf die letzte Stelle. So wurde aus einer "O" eine "3".

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Blaulicht-Meldungen

Symbolbild: Blaulicht-Meldungen aus Büttelborn und Lampertheim-Viernheim
Büttelborn: In der Nacht auf Mittwoch (13.) werden die Einsatzkräfte zu einem angeblichen Brand in einem Mehrfamilienhaus im Ahornweg gerufen. Glücklicherweise stellte sich die Situation schnell als falscher Alarm heraus. Das "Feuer" war in Wahrheit ein virtuelles romantisches Kaminfeuer auf einem Fernsehbildschirm. Diese Nacht werden die Liebenden wohl nicht so schnell vergessen…

Lampertheim-Viernheim: Am Samstagmorgen (16.) alarmierten Anwohner die Polizei wegen einer Detonation. Nach derzeitigen Erkenntnissen versuchten die Unbekannten einen freistehenden Geldautomaten zu sprechen. Es blieb beim Versuch, denn der Tresor hielt dem Angriff stand. Dennoch wird der entstandene Sachschaden auf mehrere zehntausend Euro vermutet. Die Kriminellen sollen mit einem schwarzen SUV und einem weißen Audi A3 das Weite gesucht haben. Trotz eingeleiteter Fahndung mit einem Polizeihubschrauber verlief die bisherige Suche ohne Erfolg. Zeugen sollen sich bei der Polizei Lampertheim-Viernheim telefonisch melden: 06206 - 9 44 00 oder 06252 - 70 60.

Wo gibt's Blaulicht? Genau, auf den Einsatzfahrzeugen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Daher gibt Dir die Kategorie » Blaulicht einen Einblick in deren Berufsalltag.

Wetter

Symbolbild: Wettervorhersage
Auch das Wetter feiert den Ostersonntag mit viel Sonne, die den ganzen Tag anhalten wird. Wolken am Himmel sind eher rar als die Regel. Bei Temperaturen bis zu 17 Grad Celsius hat die Winterjacke für diese Saison ausgedient.

Auch am Ostermontag bleibt das Wetter in Feiertagslaune, indem es wie am Vortag weiter geht. Wieder viel Sonne und bei bis zu 18 Grad aufm Thermometer können Pullover ohne Bedenken zu Hause gelassen werden.

Mit Beginn der zweiten vier-Tage-Arbeitswoche verschlechtert sich auch das Wetter; allerdings nur sehr begrenzt. Es bleibt warm mit bis zu 16 Grad, doch Wolken verdecken hin und wieder die Sonne.

©2022 Hessentrend/ Leon Ebersmann

Bitcoin-Schürfzentrum mit Solarstrom und Tesla-Akkus

Jack Dorsey verschickte als Mitgründer im Jahr 2006 den ersten Tweet auf dem sozialen Netzwerk Twitter. Mittlerweile hat er eine eigene Onlinefirma namens Block. Sein Unternehmen und der Bitcoin-Dienstleister Blockstream planen in Texas ein Rechenzentrum, doch im Gegensatz zu vielen Rechenzentren dient dieses nur einem Zweck: Dem Schürfen der Kryptowährung Bitcoin.

Symbolbild: Bitcoin-Schürfzentrum mit Solarstrom und Tesla-Akkus
Die Schürfanlange, die noch im laufenden Kalenderjahr fertiggestellt sein soll, werde komplett emissionsfrei laufen. Dafür verbaue man einerseits eine netzunabhängige Solaranlage mit einer Leistung von 3,8 Megawatt sowie Stromspeicher des E-Auto-Herstellers Tesla. Die Megapacks sollen eine Stromspeicherkapazität von 12 Megawattstunden haben während sich die Hashingleistung der Anlage auf 30 Petahash/ Sekunde beläuft. Die Unternehmen Block und Blockstream wollen sich die Investition in Höhe von 12 Millionen US-Dollar teilen. Mit dem Vorhaben wolle man aufzeigen, dass sich Bitcoinmining und Klimafreundlichkeit per se nicht ausschließen. Dafür schaffe man ein Online-Dashboard, welches die Leistungs- und Verbrauchsdaten des Rechenzentrums anzeigt. Kryptowährungen sind wegen ihres energiehungrigen "Proof-of-Work"-Konsensverfahren in der Kritik. Der weltweite jährliche Stromverbrauch wird auf den eines skandinavischen Landes geschätzt.

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Wikipedia-Änderungen aus deutschen Behörden-Netzen

Symbolbild: Wikipedia-Änderungen aus deutschen Behörden-Netzen
Gemäß einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) habe es zahlreiche Änderungen - teils sogar Vandalismus-Angriffe - auf Wikipedia-Inhalte gegeben. Die IP-Adressen der Urheber gehören laut der RIPE-Datenbank zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. RIPE ist die Abkürzung für "Réseaux IP Européens"-Network Coordination Centre. Das problematische ist, dass die Urheber der Änderungen erstmal anonym bleiben, weil alle Behörden, die den Netzen des Bundes (NdB) angehören, den Adressraum des BSI mitbenutzen. Im deutschen Wikipedia sollen mehr als 17.000 Änderungen vorgenommen worden sein. Zu den veränderten Artikeln gehört die "Bombenlegeaffäre", "Gasreserve", der Eintrag über den Vizekanzler Robert Habeck, und Informationen über "Illegale Einwanderung und illegaler Aufenthalt". Auch der Artikel über den Beruf des Journalisten blieb nicht verschont. So soll die Berufsgruppe als "Enddarmbewohner der Mächtigen" bezeichnet worden und als "Lohnschreiber oder Presse-Hure" bekannt sein. Die Wikipedia-Community reagierte und machte viele Änderungen zeitnah rückgängig. Sollten die Urheber der Änderungen ausfindig gemacht werden können, dann haben sie zumindest mit dienstrechtlichen Konsequenzen zu rechnen, weil sie technische Behördeneinrichtungen für private Feldzüge missbrauchten.

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Lost in Nature: Geschwister überleben 26 Tage allein im Regenwald

Symbolbild: Lost in Nature: Geschwister überleben 26 Tage allein im Regenwald
Die positive Nachricht zuerst: Im Amazonas-Regenwald überlebten ein sechs und acht Jahre alter Junge 26 Tage lang. Die Story begann am 18. Februar als die beiden aufbrachen, um Vögel zu jagen. Nachdem die Geschwister Glauco und Cleisson nicht zurückkehrten - berichteten brasilianische Medien, dass zwischen 200 bis 260 Menschen nach den beiden suchten. Nach fünf Tagen stellten Feuerwehr, Polizei und das Militär die Suche ein, doch Freunde und Bekannte der Familie suchten weiter, aber ohne Erfolg. Erst Mitte März stieß ein Holzfäller 15 Kilometer vom Wohnort der Kinder entfernt auf die Jungs. Dehydriert und entsprechend unterernährt wurden brachte man Glauco und Cleisson in ein Krankenhaus. Dort werden sie ärztlich versorgt und wieder an feste Nahrung gewöhnt.

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©2022 Hessentrend/ Leon Ebersmann

Zeitumstellung: Und noch einmal wird's Zeit

Am Sonntag werden die Uhren von 02:00 Uhr auf 03:00 Uhr auf die Sommerzeit vorgestellt ehe am Sonntag (30. Oktober) die Uhren von 03:00 Uhr auf 02:00 Uhr zurückgedreht werden. Seit 1980 wird - übrigens, damals sowohl in der BRD als auch DDR - am letzten Sonntag im März und später am letzten Sonntag im Oktober an der Uhr gedreht. Ursprünglich wollte man mit der Zeitumstellung Energie sparen; besonders nach der Ölkrise 1973.

Symbolbild: Zeitumstellung: Und noch einmal wird's Zeit
Laut Bundesumwelt werde abends zwar elektrisches Licht gespart, doch weil in den kühlen Monaten morgens mehr geheizt werde, werde durch die Zeitumstellung unterm Strich sogar mehr Energie verbraucht. Seit 2002 wurde die Zeitumstellung zu einer verbindlichen EU-Richtlinie, die eigentlich schon abgeschafft haben wollte. Allerdings ist man sich in Brüssel noch uneinig, welche Zeit dauerhaft gelten soll. Für die Winterzeit spricht, dass sie die normale Mitteleuropäische Zeit ist. Laut einer Umfrage sei die Mehrheit der deutschen für eine dauerhafte Winterzeit. Befürworter der Sommerzeit argumentieren mit mehr Lebensqualität, weil es abends länger hell sei.

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Vulkanausbruch auf den Philippinen

Symbolbild: Vulkanausbruch auf den Philippinen
Symbolbild

Über 1.200 Menschen auf den Philippinen sollen Schutz in Notunterkünften gesucht haben. Sie sind vor dem Vulkan Taal, der auf der Insel Luzon liegt, geflohen. Weitere Häuser von bis zu 12.000 Einwohner:innen wurden bzw. werden geräumt. Das Vulkanologie-Institut rief die dritte von fünf Warnstufen auf. Und das aus gutem Grund, denn im Hauptkrater soll sich Wasser mit flüssigem Gestein gemischt haben, sodass es zu einer Dampfexplosion kam. Daraufhin folgten mehrere kleine Eruptionen - sprich: Vulkanausbrüche - die über dem Krater eine eineinhalb Kilometer hohe Wolke aus Dampf und Asche entstehen ließ. Das Institut warnt vor einer möglichen Freisetzung von gefährlichen Gasen. Der Vulkan Taal zählt zu den aktivsten des Inselstaats. Das letzte mal ist er im Januar 2020 ausgebrochen. Damals flohen mehr als 370.000 Menschen vor der Gefahr. In der Region komme es häufiger zu Erdbeben und/ oder Vulkanausbrüchen, weil tektonische Platten aufeinander stoßen. So ist Taal Teil des sogenannten "Pazifischen Feuerrings".

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Earth Hour: Licht aus für mehr Umweltschutz

Symbolbild: Earth Hour: Licht aus für mehr Umweltschutz

Was als symbolische Aktion vor vielen Jahren in Sydney begann wurde zu einen der größten Events für die Umwelt. Weltweit sind Städte, Unternehmen und Menschen dazu eingeladen um 20:30Uhr unserer Zeit für eine Stunde ihre Lichter auszuknipsen. Immer am letzten Samstag, also auch heute - am 26. März. Diesmal steht die Earth Hour zusätzlich im Zeichen des Friedens in der Ukraine. Auch Behörden machen mit, indem sie berühmte Sehenswürdigkeiten in dieser Zeit nicht beleuchten. In Darmstadt sind es der Fünffinger-Turm und das Schloss.

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Blaulicht-Meldungen

Symbolbild: Blaulicht-Meldungen aus Mörfelden-Walldorf, Biebesheim und Hessen
Mörfelden-Walldorf: Die Polizei warnt vor einer Masche mit der Betrüger über Messenger, wie WhatsApp auf Beutezug gehen. Eine gutgläubige 61-Jährige aus Bischofsheim und ein 58-jähriger Mann aus Mörfelden-Walldorf haben jeweils 1.800€ verloren. Dabei gehen die Betrüger folgendermaßen vor: Die Kriminellen schreiben ihre Opfer über Messenger an. Die Täter geben sich als ihre Kinder aus, denen das Handy kaputt gegangen sei, weshalb sich die Nummer gewechselt habe. Die angeblichen Kinder behaupten, Geld überweisen zu müssen, doch ihr Online-Banking funktioniere noch nicht. Daher folgt die Bitte, dass die "Eltern" den Betrag überweisen. Genau das sollte man nicht machen. Die Polizei empfiehlt, das Kind unter der bekannten Nummer anzurufen.

Biebesheim: Zwischen Freitagnachmittag (18.) und Montagmorgen (21.) wurden fünf Lastkraftwagen in der Otto-Hahn-Straße und im Brunnenweg zum Tatort. Gewaltsam sollen bisher Unbekannte die Tankabdeckungen der Fahrzeuge geöffnet haben, um bis zu 1000 Liter Diesel abzupumpen. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich telefonisch beim Kommissariat 42 der Polizei Gernheim melden: 06258 - 93 43 0.

Hessen: Bis 22:00 Uhr dauerte der Blitzermarathon am Donnerstag (24.) an. 800 Polizisten sollen an 300 Stellen in Zusammenarbeit mit den Kommunen die Geschwindigkeit der Fahrer:innen in Hessen kontrolliert haben. Mit der Aktion möchte man einerseits für die Einhaltung der Geschwindigkeit plädieren und auf die Folgen von zu hoher Geschwindigkeit aufmerksam machen. Auf lange Sicht sollen Unfälle mit Schwerverletzten und/ oder Toten verringert werden. Insgesamt 320.000 Fahrzeuge sollen durch die zuvor bekannt gemachten Messstellen gefahren sein. Knapp 9.000 wurden wegen zu hoher Geschwindigkeit erfasst; darunter 139 Raser, die sich auf ein mindestens vierwöchiges Fahrverbot einstellen müssen.

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Paralympics: Jetzt doch ohne Russland und Belarus

Am Freitag starteten die 13. paralytischen Winterspiele. Der chinesische Präsident Xi Jinping eröffnete die Winter-Paralympics in Peking, die jetzt doch ohne Athlet:innen aus Russland und Belarus stattfinden werden. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) nennt den Einmarsch Russlands in die Ukraine als Grund für die Entscheidung.

Symbolbild: Paralympics: Jetzt doch ohne Russland und Belarus
Eigentlich sollten die Sportler:innen aus den betroffenen Ländern unter neutraler Flagge antreten dürfen. Allerdings war die Sorge ums Image und Angst vor Chaos, wenn sich Athlet:innen weigern gegen Wettkämpfer aus Russland oder Belarus anzutreten größer. Somit schließt sich das Internationale Paralympische Komitee pauschalen Sperren, wie man sie unter anderem vom Fußball, Hockey oder Basketball kennt, an. Der IPC-Präsident Andrew Parsons bittet die vom Ausschluss betroffenen Menschen um Verständnis: "Es tut uns sehr leid, dass Sie von den Entscheidungen betroffen sind, die Ihre Regierungen letzte Woche getroffen haben, um den olympischen Waffenstillstand zu brechen. Sie sind Opfer der Handlungen Ihrer Regierungen." Für das deutsche Team treten insgesamt 17 Athlet:innen an; zwei konnten aufgrund ihres Impfstatus’ nicht teilnehmen. Die Winter-Paralympics enden am 13. März - Sonntag in einer Woche.

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Veruntreuung: Razzia bei Bensheimer Ehepaar

Symbolbild: Veruntreuung: Razzia bei Bensheimer Ehepaar
Am Dienstag (01.) durchsuchten die Darmstädter Kriminalpolizei, Zivilfahnder der Polizeidirektion Bergstraße und Beamte der Vermögensabschöpfung die vier Wände eines Ehepaars aus Bensheim. Bei der Razzia wurden acht hochwertige Fahrzeuge, ein Motorrad und 40.000€ in bar beschlagnahmt. Der 51-jährigen Frau wird Untreue vorgeworfen. In einem Zeitraum von mindestens zehn Jahren habe sie Rechnungen bei ihrem Darmstädter Arbeitgeber gefälscht, sodass sie Gelder von mehr als zwei Millionen Euro veruntreut habe. Gegen sie laufen nun Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue. Auch gegen den 56 Jahre alten Ehemann werde wegen der Verdachts der Beihilfe zur Untreue ermittelt. Beiden wurden vorläufig festgenommen, doch nach Abschluss der erkennungsdienstlichen Maßnahmen sind sie wieder auf freiem Fuß. Die weiteren Ermittlungen, wozu auch die Auswertung der beschlagnahmten Beweise zählt, dauern an.

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Satelliten-Netzwerk KA-SAT ausgefallen: Windräder nicht ansteuerbar

Symbolbild: Satelliten-Netzwerk KA-SAT ausgefallen: Windräder nicht ansteuerbar
Aufgrund einer seit Donnerstag (24. Feb.) andauernden Satellitenstörung im Satelliten-Netzwerk KA-SAT sind tausende Windkraftanlagen in Zentraleuropa nicht ansprechbar. Ein Firmensprecher von Enercon sprach gegenüber der dpa von circa 5.800 Anlagen. Der dänische Hersteller Vestas verzeichne keine Probleme mit seinen Windrädern.
Das Handelsblatt berichtete, dass die betroffenen Anlagen eine Gesamtleistung von elf Gigawatt stemmen. Für Interessierte: Ein Gigawatt sind eine Milliarde Watt. Nichtsdestotrotz lässt sich noch von "Glück im Unglück" sprechen, denn die Anlagen produzieren weiterhin saubere Energie und können sich durchaus selbst regulieren. Allerdings senden die Anlagen keine Diagnosedaten und lassen sich nicht fernsteuern, weshalb bei Problemen ein Techniker in jedem Fall rausfahren muss. Das Satelliten-Netzwerk KA-SAT wird von Viasat bereitgestellt, die Breitbandinternet mit bis zu 50Mbit/s im Download anbieten. Daher können noch weitere Unternehmen von dem Ausfall betroffen sein. Die Rede ist von 30.000 Terminals, also Antennen, um das Satelliten-Internet nutzen zu können. Das Unternehmen Viasat geht von einem Cyberangriff aus. Vor dem Hintergrund, dass Windenergieanlagen als kritische Infrastruktur gewertet werden, meldete Enercon den Vorfall dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Durch den andauernden Russland-Ukraine-Konflikt spricht das BSI von einer "erhöhten Bedrohungslage für Deutschland" und warnt vor Cyberattacken auf Behörden und Unternehmen.

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NFT-Profilbilder für Twitter-Blue-Abonnenten

Twitter Blue ist die kostenpflichtige Version des sozialen Netzwerks Twitter. Für einen monatlichen Preis erhalten Abonnent:innen Zugang zu Premium-Funktionen. Das Bezahlmodell ist bisher nur für die Regionen USA, Kanada, Australien und Neuseeland freigeschaltet. Die Plattform möchte zunehmend Blockchain-Technologien integrieren. Schon länger kann man Trinkgelder in Bitcoin verteilen. Hinzugekommen ist die Möglichkeit, eigene NFT als Profilbild zu nutzen.

Symbolbild: NFT-Profilbilder für Twitter-Blue-Abonnenten
Kurzer Exkurs: NFT steht für Non-Fungible-Token (dt. nicht-austauschbarer Token). Ganz grob gesagt: Mittels NFT kann man die Echtheit von digitalen Objekten beweisen.

Um NFTs als Profilbild verwenden zu können, muss man sein Crypto-Wallet mit Twitter verknüpfen. Diese Profilbilder sind dann nicht mehr rund, sondern sechseckig. Ein Tippen aufs Profilbild zeigt entsprechende Details zum NFT und bietet einen Absprung zum OpenSea-Marktplatz, wo man bspw. den Transaktionsverlauf einsehen kann.

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Mindestens sechs Tote und 25 Verletzte bei Hochhausbrand

Symbolbild. Mindestens sechs Tote und 25 Verletzte bei Hochhausbrand
Bei einem Brand in einem Hochhaus in der indischen Metropole Mumbai sind am Samstag (22.) mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere 25 Personen sind verletzt, wovon sich vier in einem kritischen Zustand befinden. Laut der Bürgermeisterin Kishori Pednekar sei das Feuer im Süden der Millionenstadt auf einen Kurzschluss zurückzuführen. Laut Zeugenberichten soll das Feuer in der 15. Etage ausgebrochen sein und habe sich dann auf die darüberliegenden Stockwerke ausgeweitet. Die Feuerwehr hatte den Brand nach drei Stunden unter Kontrolle. In Indien kommt es häufiger zu gefährlichen Bränden, weil Gebäude unzureichend gewartet werden und keine Notausgänge vorhanden sind. Brände infolge von schlechter oder einer veralteten elektrischen Ausstattung stellen keine Seltenheit dar.

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Mobilfunkmasten: Erst bauen - dann genehmigen

Symbolbild: Mobilfunkmasten: Erst bauen - dann genehmigen
Auch im neuen Jahr sind Funklöcher hierzulande nichts ungewöhnliches. Die Netzbetreiber schieben der Bürokratie die Schuld zu, weshalb sie einen neuen Weg planen, doch dieser Vorstoß stößt auf Widerstand. Markus Haas (Telefónica-Deutschlandchef) wünschte sich mehr Tempo beim Netzausbau. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sprach er von "Erst bauen - dann genehmigen". Dieses Konzept werde in Spanien bereits gelebt. Helmut Dedy überzeugt das nicht. "Diese Forderung verkennt die Realität". Viele Bauarbeiten für Antennen oder Mobilfunkmasten müssen gar nicht genehmigt werden. Wenn doch, gehe der Bau selten direkt los, womit der Spielball wieder bei den Netzbetreibern liegt. Vielmehr sei eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz für die Technologie notwendig. Insgesamt seien die Städte "verlässliche Partner beim Netzausbau", auch wenn Sicherheitsaspekte, Denkmalschutz oder die bauliche Situation manchmal zur Ablehnung führe. Der Branchenverband Bitkom bemängelt, dass das Antragsverfahren viel länger dauere als der eigentliche Bau. Aktuell sind 18 bis 20 Monate für die Erschließung neuer Standorte nicht ungewöhnlich. Der Verband fordert eine Obergrenze von drei Monaten bis zur Entscheidung. Übrigens, Telefónica wolle Standorte auf eigene Kosten zurückbauen, falls ein Antrag abgelehnt wird.

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Männliche Opfer häuslicher Gewalt: Ansturm auf Hilfetelefon

Ein rund um die Uhr besetztes Hilfetelefon oder Frauenhäuser, doch vergleichbare Infrastruktur für Männer sucht man(n) vergebens. Das "Hilfetelefon Gewalt an Männern" zeigt, dass der Bedarf real ist, weshalb die Sprechzeiten verlängert werden sollen.

Symbolbild: Männliche Opfer häuslicher Gewalt: Ansturm auf Hilfetelefon
Jeden Donnerstagnachmittag widmen sich die Telefonberater:innen den Anliegen der Anrufer. Pro Werktag wählen acht bis neun Männer die Nummer des Hilfetelefons. Dabei verstehe man sich als Lotse, um Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen oder neue Denkanstöße zu geben. Laut der Stuttgarter Sozialberaterin Hasl gehe die Gewalt zu 90% von Frauen aus. Der Körperlichen überwiege die psychische Gewalt, wie Bedrohungen, Beleidigung, Erpressung oder Stalking. Gewalt gegen Männer sei noch immer ein Tabu, so Hasl. Bisher gibt es das Hilfetelefon nur in den drei Bundesländern, die es finanzieren: Bayern, Nordrhein-Westfalen sowie - seit April - Baden-Württemberg. NRW fördert das Projekt bis Ende 2022 mit 115.00€ während das Sozialministerium prüft, ob Baden-Württemberg nach dem 31. März 2022 nochmals 50.000€ investieren wird.

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Stundenlanger Ausfall im Facebook-Imperium

Symbolbild: Stundenlanger Ausfall im Facebook-Imperium
Von Montagabend (04.) bis kurz nach Mitternacht waren weder das soziale Netzwerk Facebook noch seine weiteren Dienste, wie Instagram oder WhatsApp erreichbar. Schätzungen zufolge sollen rund 3,5 Milliarden Menschen mindestens einen Facebook-Dienst nutzen. Die Unternehmensaktie schloss mit einem Einbruch von knapp 5%. Zum Zeitpunkt des Ausfalls äußerte sich das Unternehmen kaum während Experten einen Konfigurationsfehler in Facebooks Netzwerk-Infrastruktur vermuteten. Die Fehlermeldungen, die man beim Aufruf der Dienste im Webbrowser zu sehen bekam, ließen darauf schließen, dass die DNS-Auflösung - die Zuordnung einer Domain zu einer IP-Adresse - nicht korrekt ablief. In einem am Dienstag veröffentlichten Blogeintrag wurde es konkreter. Der Ausfall sei einer fehlerhaften Änderung der Netzwerkkonfiguration geschuldet. Router, die eigentlich den Datenverkehr zwischen Facebooks verweigerten die Arbeit. Als Konsequenz wurde die Kommunikation zwischen den Rechenzentren unterbrochen und obwohl weder Facebook, Instagram noch WhatsApp tatsächlich offline waren, konnten wir stundenlang keinen dieser Dienste nutzen. Auch offline sorgte die Fehlkonfiguration für Probleme, denn digitale Türschlösser ließen Mitarbeiter nicht mehr eintreten. Der Ausfall interner Systeme sowie Software-Werkzeuge erschwerten Diagnose und die Problemlösung. Laut der "New York Times" musste das soziale Netzwerk ein Team nach Santa Clara um die betroffenen Systeme händisch zurückzusetzen. Twitter begrüßte die erhöhte Nutzung seiner Plattform mit den Worten "hello literally everyone" (dt.: hallo an buchstäblich alle). NSA-Whistleblower Edward Snowden nutzte die Gunst der Stunde - bzw. Stunden - um Werbung für den Messenger "Signal" zu machen.

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Trump blockiert Untersuchungsausschuss in USA

Symbolbild: Trump blockiert Untersuchungsausschuss in USA
US-Präsident Joe Biden hat der Übermittlung von Akten im Zusammenhang mit der Erstürmung des US-Kapitols am 6. Januar an einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zugestimmt - sehr zum Missfallen seines Vorgängers Donald Trump. Dieser hatte eigenen Angaben vom Freitag zufolge an die Nationalarchive geschrieben, um die Übergabe von Dokumenten wie Sitzungsprotokollen, E-Mails und Mitteilungen aus den letzten Wochen seiner Amtszeit an den Kongress-Untersuchungsausschuss zu verhindern. Dabei hatte sich Trump auf das sogenannte Exekutivprivileg berufen. Dieses erlaubt es einem Präsidenten, bestimmte Dokumente geheim zu halten. Rechtsexperten sind sich allerdings nicht einig, ob das Privileg auch für einen ehemaligen Präsidenten gilt. Biden lehnte es ab, das Recht im Namen von Trump geltend zu machen. Anhänger Trumps hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt, um die formelle Zertifizierung von Bidens Wahlsieg zu verhindern. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor in einer Rede aufgestachelt hatte. Den von einer ganzen Reihe von Gerichten bestätigten Wahlsieg des Demokraten Biden erkennt der Republikaner Trump bis heute nicht an.

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22-jähriger Gegner der Corona-Regeln raubt Daten von 1,4 Mio. Menschen

Symbolbild: 22-jähriger Gegner der Corona-Regeln raubt Daten von 1,4 Mio. Menschen
Ein 22-jähriger Student. Die Ermittler der Abteilung für Internetkriminalität der Pariser Kriminalpolizei fanden den Mann zu Hause in seinem Elternhaus in Ollioules bei Toulon. Der Student habe zugegeben, dass er im Sommer die Server der Pariser Krankenhäuser zuerst angegriffen habe um die Daten von 1,4 Millionen Menschen zu entwenden, die sich auf das Coronavirus testen ließen. Das digitale Diebesgut bot er auf einer neuseeländischen Website zum Download an. Identität, Sozialversicherungsnummer, weitere Kontaktdaten der Getesteten, Identität und Kontaktdaten des medizinischen Fachpersonals sowie das Testergebnis selbst enthielt der Datensatz. Laut eigenen Aussagen wollte der 22-jährige lediglich Fehler im Computersystem der AP-HP (Assistance publique-Hôpitaux de Paris) aufzeigen. Allerdings bestreitet der Tatverdächtige, gewusst zu haben, dass auch persönliche Daten dabei waren. Er habe nicht gehandelt, um sich in irgendeiner Form zu bereichern. Sein Motiv seien die Corona-Regeln mit dem sogenannten Gesundheitspass. Der Gesundheitspass, der einen Nachweis für "Genesen, Geimpft oder Getestet" darstellt, ist in Frankreich für den Restaurantbesuch oder Veranstaltungen für alle ab dem zwölften Lebensjahr verpflichtend.

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©2021 Hessentrend/ Leon Ebersmann

Stromausfall in Dresden

Am Montagnachmittag (13.) kam es zu einem großflächigen Stromausfall in Dresden. Knapp 300.000 Haushalte waren plötzlich ohne Strom, und stillstehende Straßenbahnen sowie ausgefallene Ampelanlagen sorgten für Verkehrsbehinderungen im gesamten Stadtverkehr. Die Zahl der Notrufe aus Dresden soll sich teilweise verzehnfacht bzw. verfünfzehnfacht haben, denn zwischen 14:00Uhr bis 15:00Uhr sei 215 Mal die 112 gewählt worden sein.

Symbolbild: Stromausfall in Dresden
Besonders oft haben die Anrufer aus steckengebliebenen Aufzügen angerufen. Daneben lag der Fokus auf heimbeatmeten Patienten, deren Geräte nur einen kurzen Zeitraum ohne Netzstrom weiterhin in Betrieb bleiben. Auch an der Industrie ging der Stromausfall nicht immer spurlos vorbei. Christoph Schumacher (Unternehmenssprecher des Chipherstellers Infineon) spricht von einem schrittweisen Hochfahren der Produktionsstätte. Es sei unklar, wann die Produktion wieder voll ausgelastet werden könne. Auch wenn Notstromaggregate für kritische Anlagen, wie Pumpen, Notbeleuchtungen oder die IT-Systeme bereitstanden, lässt sich der entstandene finanzielle Schaden noch nicht beziffern. Das neue Bosch-Halbleiterwerk müsse noch auf Beeinträchtigungen bzw. Schäden hin analysiert werden. Glücklicherweise gebe es auch Positivbeispiele: Der Halbleiterhersteller Globalfoundries betreibt zwei eigene Energie-Versorgungszentren und laut Dr. Michael Breidung habe der IT-Bereich der Landeshauptstadt Dresden den Vorfall ohne Probleme überstanden. Nach ersten Ermittlungen der Polizei sei ein handelsüblicher Folienballon die Ursache für die Havarie. Er habe an einem kritischen Punkt in der Schaltanlage in einem Umspannwerk einen Kurzschluss verursacht.

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Google und Apple verbannen App fürs "Smart-Voting" aus den Stores

Symbolbild: Google und Apple verbannen App fürs Smart-Voting aus den Stores
Seit Freitagmorgen (17.) bis inklusive Sonntag (19.) sind die 110 Millionen Wahlberechtigten Russlands aufgerufen, ihr neues Parlament zu bestimmen. Erstmals darf in manchen Regionen auch online gewählt werden. Passend dazu verbannten die Tech-Giganten Google und Apple eine App des inhaftierten Regimekritikers Alexej Nawalny aus ihren Stores. Die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor habe mit strafrechtlichen Konsequenzen und/ oder mit hohen Geldstrafen gedroht, sollte die App weiterhin verfügbar sein. Der Vorwurf lautet "Einmischung in die russischen Wahlen", denn Ziel der App sei es, das Machtmonopol der Regierungspartei "Geeintes Russland" zu brechen. Die Software sollte helfen, örtliche Oppositionsbündnisse zu bilden, indem Wähler für einen beliebigen Kandidaten stimmen, solange dieser kein Anhänger der Kreml-Partei ist. Iwan Schdanow (Vorsitzende von Nawalnys Anti-Korruptionsstiftung) spricht von einer grundlegenden Menschenrechtsverletzung. Die russische Regierungspartei müsse von der Entscheidung der Tech-Konzerne entzückt sein, aber es sei ein "beschämender Akt politischer Zensur". Die Homepage zur App ist in Russland nicht mehr aufrufbar und den Suchmaschinen Google und Yandex soll es verboten worden sein "Smart-Voting" in ihren Suchergebnissen anzuzeigen. Obendrein gelten alle Organisationen, die Nawalny zur Seite stehen als extremistisch, weshalb sie mit Terrorgruppen, wie dem IS oder Al-Kaida gleichgestellt werden.

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"Du bist so 1 Pimmel": Was steckt hinter #Pimmelgate bzw. #Pimmelgrote

Symbolbild: Du bist so 1 Pimmel: Was steckt hinter #Pimmelgate bzw. #Pimmelgrote
Am 30. Mai 2021 teilte Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote einen Tweet des NDRs mit den Worten: "In der #Schanze feiert die Ignoranz! Manch einer kann es wohl nicht abwarten, dass wir alle wieder in den Lockdown müssen… Was für eine dämliche Aktion! Danke @PolizeiHamburg, die wieder einmal den Kopf hinhalten, damit die Pandemie nicht aus dem Ruder läuft." Doch, wer Wein trinkt, darf kein Wasser predigen. Nach seiner Wiederernennung zum Senator im Juni 2020 feierte er mit 30 Leuten in der Hafencity, womit er gegen die damals geltende Hygienevorschriften verstoßen hat. Dementsprechend musste Andy Grote für seinen heuchlerischen Tweet Kritik einstecken. So schrieb ein Twitter-User: "Du bist so 1 Pimmel". Die Antwort wurde über den Twitter-Account der Kneipe Zoo - eine antifaschistische Fan-Kneipe am FC St.-Pauli-Stadion - abgesetzt. Obwohl der Tweet-Autor P. bereits vor drei Wochen eine Vorladung der Polizei erhalten hat, der er gefolgt sei und das Verfahren wahrscheinlich wegen Geringfügigkeit eingestellt wird, kam es am Mittwoch (08.) zur Durchsuchung. Um sechs Uhr stürmten sechs Polizist:innen die Wohnung, um Beweise zu sichern. Bloß öffnete nicht P., sondern nur noch seine Exfreundin Mara K. die Tür. Sie war über den frühen Besuch der Beamten wenig erfreut, weil sich die Gesetzeshüter eher um Menschen kümmern sollten, die tatsächliche Morddrohungen erhalten.

Übrigens, die Äußerung "Du bist so 1 Pimmel" gegenüber Andy Grote muss als Antragsdelikt aktiv vom Betroffenen zur Anzeige gebracht werden.

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Gängiges Faxen nicht mit der DSGVO vereinbar

Symbolbild: Gängiges Faxen nicht mit der DSGVO vereinbar
Das Jahr 2021 ist weit vorangeschritten, aber noch immer nutzen Behörden, Gerichte, Rechtsanwälte sowie das Gesundheitswesen das Fax als Mittel der Wahl. Allerdings stuft der hessische Datenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel das Fax aufgrund technischer Änderungen als unsicheres Kommunikationsmittel ein. "Im Interesse der Datensicherheit [...] und Digitalisierung" sollte über andere Optionen nachgedacht und auch implementiert werden. Die Sicherheit von Fax-Nachrichten ähnlich wie E-Mails, weshalb auf diesem Wege keine vertraulichen Daten übermittelt werden sollten, wenn sowohl beim Absender als auch Empfänger keine Schutzmaßnahmen ergriffen worden sind. Beim Faxversand identifizieren sich beide Stellen über ihre Faxnummer, wenngleich der Absender nicht sicher weiß, wer Zugriff auf das Empfänger-Gerät hat. Heutzutage werden die Daten oftmals über den TCP/ IP-Standard auf einzelne Pakete aufgeteilt. Eine Nachricht überwindet mehrere Zwischenpunkte, die von staatlichen oder privaten Akteuren betrieben wird, die theoretisch die Daten mitlesen könnten. Allerdings verlangt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dass persönliche Daten nur so verarbeitet werden dürfen, sodass sie soweit technisch möglich sicher sind. Daher empfiehlt, Roßnagel PGP-verschlüsselte E-Mails, den Versand einer DE-Mail oder bereichsspezifische digitale Kommunikationsdienste, wie "Kommunikation im Medizinwesen" (KIM).

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