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Big Brother Awards - Negativpreis für Datenkraken

Die Big Brother Awards sind die Oscars für Datenkraken; es gibt sie in 19 Ländern. Am Freitag (18.) verlieh der Verein Digitalcourage das 20. Jahr in Folge diesen Negativpreis an Firmen, Organisationen sowie Politiker:innen.


Die Preisskulptur soll eine von einer Glasscheibe und mit Bleiband gefesselte Figur darstellen. Laut der offiziellen Website bringe der Verein die "Feinde des Datenschutzes dorthin, wo sie nicht sein wollen:" im Scheinwerferlicht. Die Jury setzt sich aus Vertretern des Vereins zusammen, aber unter anderem haben auch die Deutsche Vereinigung für Datenschutz (DVD) oder der Chaos Computer Club (CCC) ein Stimmrecht. Ganz zu Beginn - im Jahre 2000 - wurde die Payback-Karte ausgezeichnet. Das ist der Grund, weshalb sie gegenwärtig Kundenkarte statt Rabattkarte genannt wird. Zwei Jahre später musste Bayer dran glauben, weil Auszubildende mehr oder minder freiwillig vor einer Einstellung um eine Urinprobe zur Untersuchung auf Drogen gebeten wurden. Die diesjährigen Big Brother Awards gingen an Tesla für die Überwachung der Autoinsassen sowie Umgebung. Die Modekette H&M habe Daten über Krankheiten der Mitarbeiter:innen gesammelt. Die Innenministerkonferenz erhielt einen Award in der Kategorie Geschichtsvergessenheit. Alle weiteren Preisträger sind unter bigbrotherawards.de gelistet.

Gesellschaft: Hier findest Du alles über das zwischenmenschliche » Zusammenleben der Gesellschaft.

Großes Stück der Eisdecke von Grönland abgebrochen

Ekoru: Surfen für den guten Zweck

Der australische Software-Entwickler Ati Balush und seine malaysische Frau kündigten ihre Jobs, um aktiv zum Schutz der Ozeane beitragen zu können. Das Ziel: nicht nur nachhaltig surfen, sondern gleichzeitig die Ozeane zu schützen. Dafür schuf das Paar aus Kuala Lumpur die Suchmaschine Ekoru als Alternative zu Google.

Ekoru ist mit jedem Browser unter der URL ekoru.org oder via App für Android sowie iOS zu erreichen. Deren Server stehen in einem Rechenzentrum, das mit Wasserkraft betrieben und ebenso wassergekühlt ist. Anstelle von Klimaanlangen wird auf natürliche Luftströme zurückgegriffen. 60% der Werbeeinahmen durch Ekoru gehen an Organisationen zum Schutz der Meere und den Meerestieren. Zu den unterstützten Initiativen gehört Big Blue Ocean Cleanup und Operation Posidonia. Jeden Monat soll eine neue Initiative gefördert werden. Ein ähnliches Projekt ist die Suchmaschine Ecosia (unter: ecosia.org), die Bäume pflanzen.

Weitere Beiträge aus der digitalen Welt findest Du vollständig im Technik-Magazin » radio.exe gelistet.

Der YouTuber ItsMarvin & die verlassene Klinik


ItsMarvin ist der Name eines Webvideokünstlers mit rund 468.000 Abonnenten. Letzten Freitag (29. Mai) veröffentlichte er ein 23-minütiges Video, das für Aufruhr sorgte. Er und mehrere Begleiter filmten im ehemaligen St. Nikolaus-Hospital in Büren bei Paderborn. Das Krankenhaus wurde bereits 2010 aufgegeben, seit 2005 lag es für fünf Jahre in privater Trägerschaft der Marseille Kliniken AG mit Sitz in Hamburg. Davor war der Betrieb kirchlich organisiert. Das brisante an dem LostPlace ist die Tatsache, dass ItsMarvin und sein Team schon nach wenigen Sekunden in einem Raum voller Patientenakten landeten. Name, Behandlungsverlauf, Röntgenbilder: all das bekamen sie zu sehen. Später stießen sie auf einen ebenso vollen Raum. Laut einem Begleiter gehört die am ältesten gefundene Akte zu einer Person mit dem Geburtsjahr 1902. Die Polizei ermittelt gegen den YouTuber wegen Hausfriedensbruchs, doch im Video ist zu sehen, dass ItsMarvin keinerlei Gewalt zum Zutritt in die Klinik anwenden musste. Gegenüber dem WDR berichtet er, dass er von einer verzweifelten Anwohnerin auf den LostPlace aufmerksam gemacht wurde, weil die Stadt Büren sie nicht beachtet habe. So kam es zum Dreh am 02. Mai. Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow (CDU) nennt den fahrlässigen Umgang der Klinikleitung "in keinster Weise akzeptabel", aber meint, dass er nichts davon wusste. Das Gebäude ist seitdem abgesperrt und die Räume mit den Akten wurden zusätzlich baulich gesichert.

Sämtliche Berichterstattung aus Deutschland sammelten wir für dich in der Kategorie » DE.

Die Fälle Maddie und Inga


Die damals 3-jährige Madeleine McCann – mit Spitznamen Maddie – verschwand am 03. Mai 2007 aus einer Appartementanlage im Ferienort Praia da Luz in Portugal. Jahre später ist auch die 5-jährige Inga aus Sachsen-Anhalt nicht mehr aufgetaucht. Zuletzt wurde sie am 02. Mai 2015 an einem Wald bei Stendal gesichtet. Bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig seien zahlreiche Anrufe eingegangen, doch der große Durchbruch ist bislang nicht gelungen. Am Mittwoch (03.) teilte das Bundeskriminalamt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig mit, dass ein 43-jähriger Deutscher unter Mordverdacht steht und womöglich für beide Entführungen verantwortlich ist. Christan B.s Strafregister umfasst 17 Einträge: sowohl der Handel mit Betäubungsmitteln, Vergewaltigung als auch mehrfache Vorbestrafung aufgrund von Sexualstraftaten an Kindern. Die Behörden halten sich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen mit weiteren Details zurück.

Wo gibt's Blaulicht? Genau, auf den Einsatzfahrzeugen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Daher gibt Dir die Kategorie » Blaulicht einen Einblick in deren Berufsalltag.

Großbrand auf Recyclinghof in Diez


Am Mittwochabend (03.) brach ein Feuer auf dem Gelände des Papierrecycling-Unternehmen Uriel Papierrohstoffe in Diez in Rheinland-Pfalz aus. Laut einem Unternehmenssprecher habe zuerst draußen ein Müllhaufen gebrannt. Die Löscharbeiten auf dem 10.000m2 großen Gelände dauerten auch noch am Freitagmorgen an, denn das Feuer weitete sich auf einen benachbarten Betrieb aus, der Folien und Verbundstoffe herstellt. Zeitweise waren bis zu 650 Einsatzkräfte vor Ort. Um die Flammen effektiver zu bekämpfen, brachten Bagger die brennenden Stoffe auseinander. Es kam zu einer riesigen, schwarzen Rauchwolke, die nach Hessen zog. Zwei Feuerwehrleute gelten als leicht verletzt. Die Polizei forderte Anwohner*innen auf Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen nicht einzuschalten. Der geschätzte Sachschaden liegt bei 4,5 Millionen Euro.

Zusätzliche lokale Themen - sicherlich auch aus Deiner Nähe - findest Du im Abschnitt » Lokales vor.

Fahrrad-Boom in Italien


Italien möchte erreichen, dass mehr Menschen Fahrrad fahren, weshalb man Zuschüsse vergibt und damit einen regelrechten Fahrrad-Boom auslöst. Italien hat einen neuen Trend: Fahrrad fahren. Seitdem die italienische Regierung beschlossen hat, die Mobilität per Fahrrad zu bezuschussen, sind in vielen Städten die Fahrradläden leer gekauft. Bspw. in Forlì, eine Stadt in Oberitalien, gibt es ganzerorts kein Fahrrad mehr zu kaufen, meldet die Lokalzeitung Forti today.

"Die Leute kommen und erwarten, dass sie mit einem Rad an der Hand wieder rausgehen, aber wer nicht mit den wenigen Velos auf der Resterampe zufrieden ist, muss ein paar Wochen warten", so ein Fahrradladen-Händler aus Forlì gegenüber dem Spiegel. Die Fahrrad-Händler freuen sich über den Ansturm. "Die Verluste der vergangenen Monate sind bald ausgeglichen."

Auch in Rom entdecken viele Bürger die Freude am Radeln, trotz den sieben Hügeln, die das Fahrradfahren etwas erschweren. Im Jahr 2014 waren es lediglich 1%, die das Fahrrad dem Auto vorzogen. Heutzutage stehen Roms Einwohner*innen vor den Fahrradläden Schlange.

Unser Themen-Archiv "Engagement" heißt "Gesellschaft". Hier findest Du alles über das zwischenmenschliche » Zusammenleben der Gesellschaft.

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Warum soll ich mich mit Backups auseinandersetzen?

Wenn man reflektiert, wie wichtig teils die Daten auf unseren technischen Helfern sind, ist es erschreckend, wie leichtsinnig ein Großteil der Anwender*innen mit der Thematik Backup umgeht.

Klar, es gibt weitaus schönere Beschäftigungen, als Sicherheitskopien anzulegen, doch im Falle eines Falles, wird man gerne auf Backups zurückgreifen wollen. Damit sich der Aufwand auch lohnt, bedarf es einer Strategie. Die bekannteste unter ihnen ist die 3-2-1-Regel.

Was ist die 3-2-1-Backup-Regel?


Ziel der 3-2-1-Methode ist es, in möglichst vielen Situationen noch zumindest einen Datensatz zur Wiederherstellung parat zu haben. Kurz zusammengefasst sollen wir drei Kopien auf mindestens zwei Speichermedien anlegen. Eine davon fungiert als sogenanntes Offsite-Backup. Zu den drei Sicherungen gehört ebenfalls das primäre System, wie das eigene Smartphone, der Rechner im Büro oder das NAS. Es ist selbsterklärend, dass man dort die jeweils aktuellsten Versionen der Dateien hat, doch dafür ist es durch den ständigen Einsatz am gefährdetsten. Dafür sind die zwei Backups gedacht. Mit dem Vorschlag diese auf zwei Datenträgern zu sichern, hat man nicht nur den netten Nebeneffekt, dass eine Art Versionierung des Datenbestandes möglich ist, sondern schützt dich die Offsite-Datenablage auch vor "höherer Gewalt". Offsite kommt aus dem Englischen und bedeutet sinngemäß "außerhalb des Hauses". Die 3-2-1-Regel verlangt demnach eine Sicherheitskopie bei z.B. Familie, Freunden oder Verwandten abzulegen.

Das Offsite-Backup


Doch in welchem Szenario bewahrt es mich vor Datenverlust? Nun, man will zwar nie in eine solche Lage kommen, aber was ist bei Diebstahl, Wasser- oder Brandschaden? Bei Festplatten, die permanent am Hauptgerät oder lediglich am Stromnetz hängen, kann ein Blitzeinschlag schnell das Ende der Lebenszeit bedeuten. Was Du aus deinem Offsite-Datensatz machst, ist Dir selbst überlassen. Üblicherweise besorgt man sich eine externe Festplatte, kopiert dort alle relevanten Daten drauf und lässt diese von einer vertrauten Person bei sich deponieren. Zur Sicherheit sollte die Kopie verschlüsselt vorliegen. Nicht zwingend, weil man der Person misstraut, sondern damit bspw. bei einem Diebstahl der Datenschutz gewährt bleibt. Am komfortabelsten bleiben Clouds, die bis zu einer gewissen Datenmenge sogar kostenlos sind. Die Crème de la crème wäre erreicht, wenn zwei sich bekannte Menschen jeweils einen Netzwerkspeicher bei sich zu Hause einrichten und sich nach einem Zeitplan automatisch gegenseitig sichern.

Wenn meine Bude abfackelt, habe ich andere Probleme


Kritiker des Offsite-Backups meinen - überspitzt gesagt -, dass man bei Elementarschäden weitaus andere Probleme habe, als seine digitalen Unterlagen. Das mag zwar stimmen, doch ist es nicht besser weniger Sorgen zu haben, als diese in ihrer Schwere sortieren zu müssen?

Das Ziel der 3-2-1-Backup-Strategie


Rückblickend betrachtet, kann man sich durchaus fragen, weshalb zwei Datenbestände bei einem von Nöten sind, wenn ohnehin einer außer Haus ist? Der Sinn dahinter ist, ein Backup sofort verfügbar zu haben. Sofern Dein Backup-Partner auf der Arbeit, im Urlaub oder schlicht unterwegs ist, wärst Du bis zu einem gewissen Grat aufgeschmissen. Clouds sind zwar 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche ansprechbar, doch wird der Flaschenhals die Download-Geschwindigkeit sein. Zusätzlich sollte geklärt sein, wofür das Backup angelegt wird? Ist es für die - Achtung Klischee - Oma, die aus Versehen wichtige Dateien löscht oder soll es ein Backup im Sinne eines Desaster Recovery werden? Je nachdem scheiden bestimmte Möglichkeiten aus. Bei einer Sicherung von NAS-Geräten in die Cloud müsste man mit den Bordmitteln alles herunterladen, um ein gelöschtes Text-Dokument wiederherstellen zu können. Auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel, wenn Synology NAS-Besitzer*innen ein Backup in die C2-Cloud laden.

Ein Backup ist besser als keins


Neben dem Zeitaufwand oder technischem Know-How basiert eine Aussage gegen Sicherungen auf den Kosten für die zusätzlichen Festplatten. Doch gerade heutzutage kostet Speicher beinahe nichts mehr. 4TB gibt es schon für unter 100€ zu haben. Wenn man bedenkt, dass die professionelle Wiederherstellung schnell im vierstelligen Bereich liegen kann, sind die 200€ auf jeden Fall das kleinere Übel. Selbst der Zeitaufwand hält sich in Grenzen. Einmal eingerichtet, kümmert sich zum Beispiel Time Machine auf Apple PCs um die Backups.

Hinweis: Der Beitrag entstand im Rahmen der Sendung radio.exe bei Radio Darmstadt. Alle Inhalte - Podcast & Skripte - gibt es online bei radioexe.de. Schalte an jedem vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr live zu via 103,4MHz, DAB+ (Juli-Dezember) oder im weltweiten Stream!

©2020 Hessentrend/ Leon Ebersmann

Wolken entstehen aus einer Ansammlung von winzigen Wassertröpchen. Sobald die Wolke zu schwer wird, kommt es zum Regenschauer. Clouds hingegen speichern die abgelegten Dateien im besten Falle für die Ewigkeit. Zugegeben, die Metapher lässt zu wünschen übrig, doch bringt sie das Thema auf den Punkt: Die Cloud.

Was macht die Cloud mit meinen Daten?


Cloud-Services haben im Vergleich zu persönlichen Datenträgern, wie USB-Stick oder externer Festplatte einen entscheidenen Vorteil. Die Datenübertragung geschieht über das Internet in das Rechenzentrum seines Providers. Dadurch ist ein Datenverlust aufgrund von defekter oder verlorener Hardware ausgeschlossen. Zwar ist ein einzelner Festplattenausfall selbst beim Hoster möglich, aber meistens wurden Schutzmaßnahmen ergriffen. Ein Beispiel ist die permanente Spiegelung in ein zweites Rechenzentrum an einem anderen Ort.


Neben dem Zusatz an Datensicherheit sind Cloud-Dienste komfortabel in der Benutzung. Durch eine Dateifreigabe wird ein öffentlich zugänglicher Link zur ausgewählten Datei oder ganzen Ordnern erstellt. Somit müssen E-Mai-Postfächer nicht mehr als Cloud missbraucht werden. Womöglich sind E-Mail-Anhänge bei Dir auf wenige Megabytes beschränkt, weshalb nach nur ein paar Bildern das Limit bereits erreicht war. Abhängig von der ausgewählten Cloud haben Freigabe-Links ein Ablaufdatum und können mit einem Passwort versehen werden. Eine - unserer Meinung nach - unterschätze Funktion ist die Dateianforderung. Über einen entsprechenden Link dürfen Familie, Freunde oder Geschäftspartner Daten in die eigene Cloud hochladen. Dabei bekommen diese niemals weitere abgelegte Dateien zu sehen. Besonders praktisch, wenn das Gegenüber keinen Cloud-Speicher nutzt. Neben dem Verwendungszweck als Datenablage wird stets an neuen Funktionen gearbeitet. Mittlerweile dringen Clouds in den produktiven Einsatzbereich hervor. Die Option online gemeinsam Präsentationen zu erstellen oder an Dokumenten zu arbeiten ist nur ein Beispiel dafür.

15GB kostenlos mit Google Drive


Google bietet mit seiner Cloud-Lösung Drive den meisten Speicherplatz für lau. Doch die 15GB werden von allen Google-Diensten, wie Gmail oder den Office-Apps verwendet. Für monatlich 1,99€ lässt sich das Volumen um 100GB anheben. Nach 30TB für fast 300€ pro Monat endet das Angebot. Aus Transparenzgründen sowie für die bessere Vergleichbarkeit gelten die Preise bei einer monatlichen Abrechnung. Im Abonnement sind gewisse Rabatte möglich. Dropbox gilt als das Urgestein unter den Cloud-Anbietern und nicht selten auch als Messlatte. Dabei sind nur 2GB kostenlos inbegriffen. Bis zu weitere 16GB lassen sich durch das Anwerben von neuen Dropbox-Kunden freischalten. Aber Achtung: Der zusätzliche Speicher steht nur zur Verfügung, wenn sich das neue Mitglied mit einer bestätigten E-Mail-Adresse über die Dropbox-Desktop-Applikation anmeldet. Die kostenpflichtige Pläne steigen bei 11,99€ je Monat für 2TB und gehen bis 20€ für 3TB.

Nur im technischen Ökosystem perfekt: Die iCloud


Während die vorherigen Anbieter Zugriff per App oder die Web-Oberfläche bieten, ist Apples iCloud kurzgesagt spezieller. Die Integration in die eigenen Betriebssysteme iOS oder macOS funktioniert. Sicherungen der Geräte landen in der Cloud und Dokumente sind schnell synchronisiert. Dennoch empfiehlt sich die ernsthafte Nutzung nur für Menschen mit ausschließlich Produkten von Apple. 5GB sind kostenfrei. Ein Upgrade auf 50GB kostet 0,99€. Zwei Terabyte bilden hier die Obergrenze und liegen bei 9,99€. Ab 200GB lässt sich die Familienfreigabe für den Cloud-Speicher aktivieren. Bis zu sechs Familienangehörige haben Zugriff auf den Cloud-Speicher ohne Zugang auf die Daten der anderen. Google bietet die Option auch im kleinsten Tarif.

Die Cloud und Datenschutz: Ein Konflikt?


Alle bisherige Angebote teilen diese Eigenschaft: Der Unternehmenssitz ist in den Vereinigten Staaten. Die Daten verlassen deutschen als auch europäischen Boden. Seit dem sogenannten Patriot Act, den man im Zuge der Terroranschläge des elften Septembers 2001 verabschiedete, müssen Unternehmen US-Behörden wie FBI, NSA sowie CIA selbst ohne richterlichen Beschluss deren Systeme für die Ermittler öffnen. Auch ausländische Töchter von US-Konzernen werden in die Pflicht genommen. Privatnutzern mag das ein Dorn im Auge sein, doch eine Speicherung von Firmendaten außerhalb Europas ist rechtswidrig. In beiden Fällen bietet sich ein Cloud-Hoster mit seinen Servern in Deutschland an, weil sie sich an unsere Datenschutzbestimmungen halten müssen.

Telekoms Magentacloud


Die Magentacloud von Telekom kommt mit mindestens 10GB kostenlosem Speicherplatz daher. Allen Telekom-Kunden - egal, ob Mobilfunk oder Festnetz - werden weitere 15GB geschenkt. Mit 1,95€/ Monat ist das kostenpflichtige Upgrade um 50GB fast doppelt so teuer im direkten Vergleich zur iCloud. Ein Terabyte Webspeicher werden eine gewisse Zeit reichen, doch unter den bisher vorgestellten Angeboten ist es das kleinste Limit. Dafür ist der Preis mit fast zehn Euro vergleichsweise hoch. Außerdem liegt die Mindestvertragslaufzeit bei drei Monaten. Positiv zu betrachten ist, dass eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung bereit steht. Damit hast nur du Zugriff auf die Daten, denn aus Anbieter-Sicht speichert er nur Datenmüll.

Strato HiDrive: Satter Aufschlag für SMB, WebDAV & FTP


Strato bietet in seiner HiDrive als einziger in diesem Ranking keinen Gratis-Speicher an. Der günstigste Tarif beinhaltet 100GB für monatliche drei Euro. Maximal sind 3TB im Sinne von 3072GB möglich. Der Spaß kostet dann schon 22€. Hinzu kommt in allen Tarifen eine einmalige Einrichtungsgebühr von zehn Euro, die bei den einjährigen Verträgen entfällt. Strato bittet seine Kundschaft für weitere Dateiprotokolle kräftig zur Kasse. So hat der Zugang via SMB und WebDAV einen monatlichen Aufpreis von vier Euro zur Folge. SMB und WebDAV eignen sich bswp. für die Integration in den Windows Dateiexplorer. Das weit verbreitete File-Transfer-Protocol (kurz: FTP) kostet satte sieben Euro.


Ein vor allem kostenpflichtiger Cloud-Speicher ist eine Investition in die Zukunft. Genau so, wie man nicht ständig seine physischen Datenträger wechselt, sollte man auch länger einen Anbieter behalten. Es erleichert Dir den Überblick über Deine Daten und resultiert in Rabatten bei den Verträgen. Dabei weist nur Du am besten was Du brauchst: eine einfache Datenablage zum Teilen mit der Familie, muss es ein deutscher Dienst sein und brauchst Du die zusätzlichen Dateiprotokolle? Wir empfehlen beim Support nach der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und einer ISO27001-Zertifizierung zu fragen.

Hinweis: Der Beitrag entstand im Rahmen der Sendung radio.exe bei Radio Darmstadt. Alle Inhalte - Podcast & Skripte - gibt es online bei radioexe.de. Schalte an jedem vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr live zu via 103,4MHz, DAB+ (Juli-Dezember) oder im weltweiten Stream!

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Über die Inhalte des Podcasts: "Kein Backup, kein Mitleid!" ist meist eine scherzhafte, aber wahre Aussage von Administratoren, die sich um die Sicherung ihrer Daten bemühen. Entweder aus Vorsorgegründen oder, weil sie bereits einmal selbst sämtliche Daten verloren. Damit Du nach einem Gerätedefekt keinen Datenverlust erleidest, klären wir über die 3-2-1-Backup-Strategie auf. Außerdem sprechen wir über diverse Festplatten-Typen sowie RAID-Verbünde im Zusammenhang mit NAS-Systemen. Die Kirsche auf der Sahnetorte ist wie immer unsere Technik-News!


Hinter radio.exe steckt ein Team aus Jugendlichen, die zum Spaß an der Technik jeden vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr eine Sendung auf die Beine stellen. Um 23:00Uhr des selben Tages, wie auch am Montag ab 05:00Uhr & 10:00Uhr wird die Show wiederholt. Dabei wird über das NKL Radio Darmstadt via 103,4MHz, DAB+ (Juli-Dezember) oder im weltweiten Stream gesendet.

radio.exe · SO 23.Februar · 17-18Uhr anhören!

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Schon wieder unterwegs? Mal ein belegtes Brötchen hier, ein Kaffee dort und da ein Snack für Zwischendurch. Seit Anfang des Monats gilt die Bonpflicht – im Fachjargon auch Belegausgabepflicht genannt. Nach jedem Verkauf ist der Händler verpflichtet eine Quittung auszugeben. Die Frust darüber zeigen sich an solchen Bildern: Vollgestopfte Briefkästen bei den Finanzämtern. Damit protestierte der Kunde einer Bäckerei gegen den zusätzlichen Müll als Folge der Bonpflicht.

Warum braucht Deutschland die Bonpflicht?


Eine Bonpflicht soll helfen Steuerbetrug vorzubeugen, denn der Gesetzgeber vermutet Täuschung im Umgang mit Bargeld. Daher nimmt das neue Gesetz besonders die Gastronomie als auch weitere Betriebe mit hohem Bargeldanteil ins Visier. Laut aktuellen Schätzungen entgehen dem Staat jährlich bis zu zehn Milliarden Euro durch eine manipulierte Abrechnung an der Kasse. Daher sieht die Belegausgabepflicht vor, dass elektronische Registrierkassen nicht mehr manipuliert werden können. Solche Kassen haben bspw. noch heutzutage für gewöhnlich einen Trainingsmodus, der unter Umständen auch im aktiven Tagesgeschäft Gebrauch findet. Dem Kunden fällt der entsprechende Hinweis bisher nur selten auf. Schon gar nicht, wenn er den Bon nie erhält. Auf dem Kassenabschlussbeleg, dem sogenannten Z-Bon, sind solche Einnahmen nur unter dem Punkt Stornierungen gelistet.

Die Bonpflicht soll Steuerbetrug verhindern. Dennoch gibt es Kritik an der Umsetzung. Umweltschützer bemängeln vor allem das Thermopapier als solches, das in Kassendruckern im Einsatz ist. "Kassendrucker sollen möglichst leise und schnell drucken. Aus diesem Grund wird auf Thermopapier zurückgegriffen", wie Michael Rothkegel vom BUND Hessen erklärt.

Das Problematische am Thermopapier: Bisphenol


Thermopapier ist mit Bisphenol- oder Phenol-Verbindungen beschichtet. Es findet also eigentlich kein Druck, sondern vielmehr eine chemische Reaktion statt, wie ein Experiment mit dem Feuerzeug zeigt. Problematisch ist, dass Bisphenol A in den Hormonhaushalt eingreifen und die Sexualfunktion stören kann. Daher sind Handel und Ausgabe seit dem 02. Januar EU-weit verboten, wodurch vermehrt Bisphenol S genutzt wird. Zurzeit ist es eine Alternative, doch nicht unbedingt harmloser, denn Bisphenol S wird eine endokrine Wirkung nachgesagt. Dessen Inhaltsstoffe können ins Blut übergehen.
Das Umweltbundesamt warnt vor gefährlichem Halbwissen in Bezug auf die richtige Entsorgung von Thermopapier und rät, auf Nummer sicher zu gehen. Auch wenn es bereits umweltfreundliche Alternativen gibt, empfiehlt man vorsorglich alle Kassenzettel im Restmüll zu entsorgen. Ansonsten finden die bedenklichen Inhaltsstoffe über Recyclingerzeugnisse wie Toilettenpapier ihren Weg zu uns und in die Umwelt.

Die Bonpflicht ist beschlossen. Nun sind kreative sowie für Mensch und Umwelt schonende Maßnahmen gesucht. Die hessische Bio-Supermarktkette Alnatura stellt als Vorreiter noch im ersten Quartal 2020 schrittweise alle Kassensysteme auf den umweltfreundlichen "Blue4est-Kassenbon" um. Ohne Farbentwickler dürfen die Kassenzettel im Altpapier landen. Durch einen verkürzten Beleg wird jährlich fast 1.350km-Papier gespart.

Papierlos trotz Bonpflicht: Geht das?


Verkürzte Kassenzettel dämmen zumindest den Verbrauch ein. Umweltfreundliche Druckverfahren ermöglichen ein Recycling. Aber ein Problem bleibt: Bei der Herstellung wird überwiegend Holz benutzt. Es geht aber gänzlich ohne Papier wie Bäckermeister Andreas Hermisch aus Paderborn zeigt. Das Gesetz nennt sich Belegausgabepflicht – nicht etwa Bonpflicht. Daher haben bei ihm die Kundinnen und Kunden drei Optionen. Nach wie vor ist es möglich auf Wunsch eine Quittung in ausgedruckter Form zu erhalten. In jedem Fall generiert das System einen QR-Code. Mit einer QR-Code-Scanner-App steht der Kassenbon online bereit. Viele moderne Smartphones bieten die Funktion direkt in der Kamera-App. Zuletzt ist es möglich nur den QR-Code zu drucken, um ihn nachträglich zu scannen.
Auch wenn ein digitaler Beleg zumindest vor Ort kein Müll entstehen lässt, so gibt es dennoch seine Kritiker. Denn die Server in Rechenzentren benötigen ununterbrochen Energie. Selbst wenn der Energiebedarf durch erneuerbare Energien gedeckt wird, ist der Produktionsaufwand bei Herstellung der Hardware nicht zu vernachlässigen. Außerdem müssen Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet sein.


Die Belegausgabepflicht: Ein Ansatz im Kampf gegen Steuerbetrug, der nicht ohne Kritik auskommt. Daher sind in erster Linie die Händler am Spielzug. Doch auch wir als Verbraucher sind gefordert, zu handeln! "Brauchen wir immer einen spontanen Kaffee-To-Go und Snack? Oder verzichten wir darauf? Können wir unseren Wocheneinkauf planen statt mehrmals in den Laden zu rennen?"

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Über die Inhalte des Podcasts: Es wird wolkig! Doch wir zitieren nicht die Wettervorhersage, sondern diskutieren über englischsprachige Wolken: Die Cloud als Datenablage. Was nützt sie mir? Was kostet der Spaß? Wie sicher sind meine Daten? Zusätzlich gibt es die "private Cloud" – untergebracht in den eigenen vier Wänden. Außerdem gibt radio.exe Tipps und Tricks für den sicheren Umgang mit privaten Daten im Netz. Unterstützung bietet dabei unsere App-Empfehlung "Google Authenticator". Die Kirsche auf der Sahnetorte: Unsere Technik-News!


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radio.exe · SO 26.Januar · 17-18Uhr anhören!

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Fatales Signal: Schwarzfahren entkriminalisieren

Die Bundesländer Thüringen und Berlin versuchen zu erreichen, dass das Schwarzfahren entkriminalisiert wird, indem es demnächst als Ordnungswidrigkeit geahndet wird. Bislang erfüllt Schwarzfahren den Straftatbestand des Erschleichen von Dienstleistungen und hat eine einjährige Haftstrafe oder Geldstrafe zur Folge, denn man läst sich sein Ticket von den anderen Fahrgästen bezahlen.


Der rot-rot-grüne Berliner Senat schließt sich der Bundesratsinitiative von Thürigen an, die den entsprechenden Antrag am Freitag stellten. Man erhofft sich eine personelle als auch finanzielle Entlastung der Justiz. Justizminister Guido Wolf (CDU) bezeichnet den Vorstoß der Entkriminalisierung von Schwarzfahren als "fatales Signal", sofern die erste Idee zur Entlastung der Justiz das Abschaffen von Straftatbeständen sei.

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Unsichere Server - Millionen Patientendaten frei zugänglich


Beispielsweise gestochen scharfe CT- oder MRT-Aufnahmen, die das Innerste von Menschen abbilden, waren über das Internet frei zugänglich. Ohne Authentifizierung, wie Sebastian Schinzel (IT-Experte der Fachhochschule Münster) kritisiert, wodurch jeder mit wenig technischem Know-How die Server aufspüren und Daten laden konnte, denn von hacken darf in keinster Weise die Rede sein. Bundesdatenschützer Kelber kann weder bestätigen noch dementieren, ob weitere unbekannte Server betroffen sind. Dem entgegen twittert Stefan Brink überzeugt, dass bei Daten von Patienten jede Debatte über Datenschutz ende. Laut dem BR geht es bundesweit um 13.000 Datensätze, die man mehreren tausend Patienten zuordnete - weltweit geht es um Millionen in den USA, Brasilien, Indien, Südafrika und der Türkei. Deutsche Server sind vom Netz getrennt worden.

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Trisomie-Bluttest wird Kassenleistung


Bald bekommen schwangere Frauen den Bluttest auf Trisomie 21 - besser bekannt als Down-Syndrom - und weiteren Chromosomen-Anomalien von ihrer Krankenkasse bezahlt. Darauf einigte sich der Gemeinsame Bundesausschuss, der mit Vertretern der Kassen, Ärzte und Kliniken besetzt ist. Die Kostenübernahme ist nach ärztlicher Beratung auf Risikoschwangerschaften, z.B. wenn die werdende Mutter über 35 Jahre alt ist, frühere Geburten problematisch verliefen oder es Erbkrankheiten in der Familie gibt, begrenzt. Das Ziel ist die Risiken einer Fruchtwasseruntersuchung zu mindern. Bei diesem Prozess sticht man eine Nadel in den Bauch, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt steigt. Trisomien sind nicht behandelbar, weshalb nach Kenntnisnahme in der Regel die Abtreibung folgt. Aus diesem Grund fürchten Kritiker, dass diese demnächst in die Höhe schießen und es zu einer vorgeburtlichen Selektion kommt. Bei Trisomie 18 versterben die nicht-überlebensfähigen Embryonen meist während der Schwangerschaft oder kurz vor ihrer Geburt.

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Fridays for future: Protestieren für Klimaschutz


Mit Sprechchören forderten die Demonstranten in vielen Städten rund um den Globus die Wende in der Klimapolitik. Autofahrer und weitere Verkehrsteilnehmer im ÖPNV mussten Geduld zeigen, denn es kam nicht nur in der Bundeshauptstadt zu Straßensperren. Während den Demonstrationszügen wurde bekannt, dass die Regierung unter Merkel weniger von einer CO2-Steuer überzeugt ist, als vom Zertifikatehandel mit Verschmutzungsrechten. Die Meinung dazu ist durchmischt, doch ist sich die Mehrheit einig, dass der Start der Zertifikate ab 2021 zu spät sei. Drei Demonstranten stellten den Klimawandel auf ihre eigene Art und Weise vor: Vor dem Brandenburger Tor stand man auf schmelzenden Eisblöcken während um den Hals eine Schlinge lag, die am Galgen hängte. Die Schlinge zieht sich sprichwörtlich jede Sekunde weiter zu. Die Beteiligung war weitaus höher als gedacht, denn in Hamburg erwartete man 30Tsd Teilnehmer*innen, aber die Polizei verzeichnete 70Tsd Menschen, der Veranstalter spricht von 100Tsd. Stadtverwaltungen oder Unternehmen erlaubten nicht nur die Teilnahme an einer Demo, sondern motivierten ihre Mitarbeiter, wie z.B. der Oberbürgermeister von Düsseldorf.

Zusätzliche Berichte zum Engagement (junger) Menschen sind in der Kategorie » Engagement gesammelt.

O'zapft is! Oktoberfest eröffnet


Wie auch im letzten Jahr eröffnete der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit zwei Schlägen auf das erste Fass Bier die 186. Ausgabe vom Oktoberfest. Das erste Maß Bier ist traditionell für den Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) bestimmt, um auf eine friedliche Zeit anzustoßen. Erste Festzelte waren schon vor der eigentlichen Eröffnung wegen Überfüllung geschlossen. Bis zum 06.Oktober rechnen die Veranstalter mit bis zu sechs Millionen Gästen aus aller Welt. Selbst der auch in diesem Jahr auf 10,80€ bis 11,80€ gestiegene Preis für eine Maß Bier kann sie nicht abschrecken. Zur Sicherheit gilt auch weiterhin ein generelles Taschen- und Rucksackverbot. Eine Faustregel besagt, sofern über drei Milchpackungen hineinpassen, sollte es zu Hause bleiben. Hinzu kommt ein Drohnenverbot und Kinderwagen sind samstags, als auch am Tag der Deutschen Einheit ab 18:00Uhr nicht gestattet.

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©2019 Hessentrend/ Leon Ebersmann

Nagasaki-Gedenktag

Als am Freitag (09.) vor 74 Jahren US-Soldaten die Atombombe "Fat Man" über der japanischen Stadt Nagasaki abwarfen, waren 75.000 verletzte Menschen und ähnlich viele Tote die Folge. Bürgermeister Taue ruft die rechtskonservative Regierung des Landes auf dem US-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Am Vortag forderte Hiroshimas Bürgermeister das gleiche.

Japan fühlt sich durch Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm bedroht, doch steht mittlerweile unter dem atomaren Schutzschild der USA. Trotz der tragischen Geschichte als weltweit ersten von einer Atombombe verwüsteten Städten stehen Nagasaki und Hiroshima als Symbol für den Frieden.

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Fleisch-Steuer für Deutschland


Durch eine Extra-Abgabe auf Fleisch (kurzgesagt: Fleisch-Steuer) werden Verbraucher einen Teil der Kosten zum Umbau der Ställe für eine bessere Tierhaltung tragen. Die SPD reagiert positiv auf den Vorschlag, doch möchte stattdessen die Mehrwertsteuer auf 19% anhaben. Bislang zählt Fleisch, wie Brot, Butter & Milch zu den Grundnahrungsmitteln, wodurch ein ermäßigter Steuersatz von sieben Prozent erhoben wird. Im Gegensatz dazu werden diverse Damenhygieneartikel als Luxusgüter behandelt. Die AfD warnt vor dem Verlust gewohnter Lebensqualität, indem auf den Sonntagsbraten oder die Grillwurst verzichtet werden muss. Die Grünen plädieren für verschärfte Haltungsregeln und eine Verteilung von Fördergeldern auf nachhaltige Betriebe. Einnahmen aus der MwSt. sind nicht zweckgebunden. Darüber hinaus könnten die Pläne der Bundesregierung in Konflikt mit der gemeinsamen Agrarpolitik der EU stehen.

Alle politische Debatten sind in der gleichnamigen Kategorie » Politik gelistet.

Verbindliche Sprachtests vor Einschulung


Ein Gespräch zwischen Unionsfraktionsvize Linnemann mit der Rheinischen-Post sorgte für reichlich Diskussionen; von Grundschulverbot ist die Rede. Laut ihm ist ein Kind, das kaum deutsch spricht oder versteht nicht bereit für die Grundschule. Zu seinen Vorschlägen gehört eine Vorschulpflicht oder als letztes Mittel eine spätere Einschulung. Für CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak weisen nicht nur Kinder mit ausländischen Wurzeln Sprachprobleme auf. Ohne gute Sprachkenntnisse wird einem der Zugang zu guter Bildung verwährt. Wie er auf Twitter schrieb, lasse man die Grundschulen in dieser Hinsicht im Stich - zum Nachteil des Klassenverbands. Unterstützung kommt vom Deutschen Lehrerverband, der bemängelt, dass schon gegenwärtig rund ein Fünftel der Erstklässler dem Unterricht nicht folgen können. Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst spricht von Ausgrenzung. Kultusministerin Eisenmann möchte Kinder motivieren und zum Lernen anregen.

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Mit härteren Strafen gegen Seenotrettung


Beim unerlaubten Eindringen in italienische Hoheitsgewässer ist künftig mit Strafen in Höhe von bis zu einer Million Euro zu rechnen. Zusätzlich darf das Schiff beschlagnahmt werden, denn der Senat billigte den Gesetzesvorschlag. Die Grundlage bildet eine Notverordnung, die mit dem 13. August ihre Gültigkeit verliert. Es waren Geldstrafen zwischen zehn bis 50.000 Euro vorgesehen. Um den Prozess zu beschleunigen, stellte die Regierung die Vertrauensfrage, wodurch man keine Änderungen an dem von der Abgeordnetenkammer abgenickten Entwurf vornahm.

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Datenschutzrevolution bei Sprachassistenten?!


Dass Aufnahmen der Sprachassistenten von Amazon, Google & Apple ausgewertet werden, sollte die wenigsten überraschen. Dass Menschen die Gespräche ebenso zu Ohren bekommen, war den meisten Nutzern bis vor kurzer Zeit weitestgehend unbekannt. Bei Amazon arbeitet man teilweise im Home-Office, doch betont das Unternehmen, dass niemals an öffentlichen oder nicht-autorisierten Orten gearbeitet werden dürfe. In der Alexa-App wurden die Datenschutzeinstellungen um einen Punkt ergänzt, der es seinem Anwender freistellt, ob man Daten ausgewertet haben möchte. Bei aktiviertem Software-Schalter muss mit einem eingeschränkten Funktionsumfang gerechnet werden. Anfang Juli stoppte Google weltweit die Auswertung von Menschen, Apple schloss sich dem ein Monat später an. Das Unternehmen versucht sich nachträglich mit Hilfe neuer Versionen ihres Betriebssystems die Erlaubnis einzuholen. Vetraut man den Angaben der Konzerne, so dienen zwischen 0,2 bis ein Prozent der Konversationen zur Verbesserung der Software.

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©2019 Hessentrend/ Leon Ebersmann

Boris Johnson wird neuer Premierminister

In einer Urwahl um den Tory-Parteivorsitz setzte sich Boris Johnson mit einer absoluten Mehrheit von über 66% der insgesamt 160Tsd Parteimitglieder gegen seinen Konkurrenten Jeremy Hunt durch. Oppositionsführer Corbyn fordert Neuwahlen, weil unter 100Tsd. für ihn stimmten. Der Brexit-Hardliner Boris Johnson tritt automatisch die Nachfolge als Regierungschef an.


Am Mittwoch ernannte ihn Queen Elizabeth II zum Premierminister. Theresa May scheiterte mit ihrem gemeinsam mit der EU erarbeiteten Austrittsabkommen. Johnson zieht einen NoDeal-Brexit Ende Oktober in Betracht, sofern Brüssel - wie aktuell - keine Änderungen am Vertrag ermöglicht. Dennoch versuche er die Freundschaft mit Europa und den Wunsch der demokratischen Selbstbestimmung zu vereinen.

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Welt-Tabak-Bericht: 8Mio. Tote durchs Rauchen


Jedes Jahr sterben acht Millionen Menschen an den Folgen von Tabakkonsum; viele davon rauchten nicht selbst, sondern zählen zu den Passivrauchern. Zwar sei der Anteil an Rauchern gesunken, doch gleichzeitig steigt die Bevölkerung, wodurch es sich bei 1,1Mrd Menschen einpendelt. Das schreibt die Weltgesundheitsorganisation (kurz: WHO) in ihrem kürzlich publizierten Welt-Tabak-Bericht und fodert mehr Hilfe bei der Entwöhnung. Für Deutschland wünsche man sich die vollständige übernahme von Nikotinersatztherapien durch alle Krankenkassen. Hersteller sollen nur noch eine neutrale Einheitsverpackung mit Warnhinweis nutzen dürfen. Um junge Menschen vom Rauchen abzuhalten, soll die zuletzt 2005 geänderte Tabaksteuer erhöht werden. In Deutschland steht Tabak nach Alkohol auf Platz zwei der beliebtesten Suchtmittel. Das Statistische Bundesamt verzeichnet 74Mrd. verkaufte Einheiten. 120Tsd Personen starben; darunter auch einige Passivraucher.

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Milliardenstrafe für Facebook


Durch mehrere Skandale, die dem Datenschutz gewidmet sind, hat das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook vorgesorgt und drei Milliarden Dollar zurückgelegt. Der Vergleich mit der US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (kurz: FTC) sieht fünf Milliarden Dollar inklusive einiger Auflagen vor. Zukünftig soll es eine Abteilung für Datenschutz im Facebook- Verwaltungsrat geben. Die Institution kann Mark Zuckerberg höchstpersönlich bei Verstößen gegen Datenschutzbestimmungen zur Verantwortung ziehen. Das Unternehmen zählt durch Facebook, dem Messenger, sowie den zugekauten Apps WhatsApp und Instagram 2,7Mrd. aktive Nutzer im Monat - täglich seien es 2,1 Milliarden.

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Hackerangriff auf DAX-Konzerne


Zu den Zielen des Hackerkollektivs zählten mindestens acht Firmen aus Deutschland, darunter sechs DAX-Konzerne, wie BASF, Siemens oder Henkel. Man habe die Angreifer aus seinen Netzwerken entfernt und fand keine Hinweise, die auf eine Entwendung sensibler Daten hinweisen. Bei dem Versuch handelt es sich anscheinend um eine chinesiche Gruppe, da Indizien, wie die genutzte Hardware auf eine staatlich unterstützte Gruppe aus China deutet. Zu den rund ein Dutzend betroffener Firmen aus dem Ausland zählt das US-amerikanische Unternehmen Valve, die die Spieleplattform Steam zur Verfügung stellen, wie Spuren im Schadcode belegen sollen. Laut Recherchen von BR und NDR verfolgten die Hacker politische Ziele. Der Regierungssprecher von Hong Kong bestätigte den Angriff auf IT-Systeme der Regierung.

Extremwetter: Hitzerekord gebrochen


Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es in Deutschland nirgends so heiß, wie am Mittwoch in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Das Thermometer stieg auf 40,5°C. Nach nur einem Tag wird der Rekord vom niedersächsischen Lingen gebrochen. Der deutsche Wetterdienst verzeichnete eine Temperatur in Höhe von 42,6°C gegen 17:00Uhr. Im selben Bundesland wird das Atomkraftwerk Grohnde vom Netz genommen, sobald die Wassertemperatur der Weser bei 26°C liegt. Die DB kam ihren Kunden entgegen, indem Fahrten im Fernverkehr mit IC oder ICE für Donnerstag und Freitag kostenlos verschoben oder vollkommen storniert werden durften. In Österreich und der Schweiz strich man mehrere Kilometer des Schienennetzes mit weißer Farbe an, um Verformungen vorzubeugen. Die Farbe verhindert eine fortfahrende Erwärmung. Die Stiftung Patientenschutz empfiehlt stets aufmerksam zu sein und bspw. älteren Menschen Getränke anzubieten. Experten raten bei sportlichen Aktivitäten mindestens zwischen 2,5l bis 3l/ Tag zu trinken. Um Kreislaufprobleme vorzubeugen, ist ein kurzes Abduschen vor dem Sprung ins kühle Nass von Vorteil.

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Hardware-Nachrüstung für Dieselfahrzeuge


Das Kraftfahrt-Bundesamt erteilte dem Bamberger Technologie-Anbieter Dr. Pley eine erste allgemeine Betriebserlaubnis zur Dieselnachrüstung. Vorerst dürfen sich nur Besitzer*innen von Volvo-Modellen der XC-, S- und V-Serie freuen. In den nächsten Tagen wird eine KBA-Erlaubnis für Autos von Daimler erwartet. BMW folgt Mitte August. Die Umrüstung vom Motor ist Teil verschiedener Maßnahmen der Regierung zur Besserung der Luftqualität. Um Fahrverbote vorzubeugen dürfen höchstens 270mg Stickoxid pro Kilometer ausgestoßen werden. Auch wenn sie neuer Hardware zustimmten, preferieren deutsche Hersteller Software-Updates.

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