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Gute Nachricht der Woche: yestern.day - Bäckerei gegen Lebensmittelverschwendung für soziale Projekte

Bäcker Matthias Bergmann betreibt 45 Bäckereien in Thüringen. Nach Ladenschluss bleiben im Durchschnitt bis zu 250 Brote pro Verkaufstag übrig, die er schon seit über 15 Jahren an die Stadtmission sowie die Tafel spendet. Dennoch gibt es eine gewisse Restmenge, die in Biogasanlagen verheizt wurde. Um dem entgegenzuwirken gibt es seit Anfang des Monats den Backshop yestern.day in Erfurt am Ringelberg. Er öffnet täglich um 09:00Uhr, montags sogar schon um 07:00Uhr.

Symbolbild: yestern.day - Bäckerei gegen Lebensmittelverschwendung, für soziale Projekte Inhaber Bergmann merkt an, dass seine Brote fünf, sechs oder in manchen Fällen bis zu sieben Tage genießbar sind. Obwohl sämtliche Backwaren handgemacht seien, halbiert sich der Preis für Produkte vom Vortag und der Gewinn wird an soziale Projekte gespendet. Außerdem werden nur Brot und Brötchen verwertet, die die Tafel nicht mitnimmt. Sein Ziel ist es in einem Jahr keine gut verwertbaren Lebensmittel mehr wegwerfen zu müssen. Dafür sind drei bis vier weitere yestern.day-Filialen in Planung.

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Verbot von Konversionstherapien

Symbolbild LGBTQ+: Verbot von Konversionstherapien
Nach Angaben des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) werden jährlich geschätzte 2000 Pseudotherapien - meist von Seelsorgern, Psychotherapeuten oder Laienpredigern - durchgeführt, die die Homosexualität oder Geschlechtsidentität zu ändern versucht. Doch sogenannte Konversionstherapien machen vielmehr krank als gesund, denn die Unterdrückung der sexuellen Ausrichtung führt zu Depressionen, Angsterkrankungen oder erhöhtem Suizidrisiko. Das ist nur einer der Gründe, weshalb der Gesundheitsminister seinen Gesetzentwurf vor dem Kabinettsbeschluss verschärfte. Demnach wurden die Ausnahmen für Minderjährige gestrichen, denn zwischen dem 16. bis 18. Lebensjahr finden die meisten Versuche von derartigen Pseudotherapien statt. Bei erwachsenen Menschen ist die Vermittlung und das Anbieten untersagt. Für das öffentliche Bewerben müssen Anbieter mit einem Bußgeld von bis zu 30.000€ rechnen. Spahn setzt dabei auf den Abschreckungseffekt. Außerdem plant er das Verbot im Strafrecht zu verankern, wodurch auch Ordnungsämter, Polizei oder die Staatsanwaltschaft aktiv werden können.

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Hessische Städte Frankfurt & Bad Homburg offline

Symbolbild: Hessische Städte Frankfurt & Bad Homburg offline
Nach einem versuchten Cyber-Angriff nahm die Stadt Frankfurt am Mittwoch (18.) ihr IT-System vorsichtshalber vom Netz. Einen Tag später, am Donnerstagabend, verkündte Günter Murr (Sprecher des Frankfurter IT-Dezernats), dass alle Systeme wieder ordnungsgemäß laufen. Durch den Vorfall kam es zu einem stark eingeschränkten Bürgerservice, denn alle städtischen Ämter waren für die Öffentlichkeit geschlossen. Es konnten weder Ausweise noch neue Fahrzeugzulassungen beantragt werden. Zwischenzeitlich musste die Polizei in einer Kfz-Zulassungsstelle aufgrund von Ausschreitungen schlichten. Die Stadtbibliothek war zwar geöffnet, doch die Ausleihe war nicht möglich. Auch die Bürokommunikation der Feuerwehr litt darunter, aber laut einem Sprecher blieb der Rettungsdienst und Brandschutz zu jeder Zeit gewährleistet. Als Ursache konnte man die Schadsoftware Emotet ausfindig machen, die per E-Mail an einen städtischen Mitarbeiter im Bürgeramt Fechenheim versandt wurde; getarnt als offizielle Mail einer anderen Behörde. Die Stadt Frankfurt entdeckte und vermutet keinen Schaden. Auch Bad Homburg meldete einen mutmaßlichen Angriff auf deren Netzwerk. Die Arbeiten an der Fehlerbehebung dauern noch an. Die Uni-Gießen bestätigte einen Hackerangriff durch den Virus Ryuk. Bei der Bücher-Ausleihe behilft man sich dort mit Ausleihzetteln.

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Behördliche SSD bei Ebay verkauft

Symbolbild: Behördliche SSD bei Ebay verkauft
Bei Ebay wurde eine SSD verkauft. Aber bitte noch nicht den Tab schließen, denn der Plot kommt noch. Auf besagtem Datenträger befanden sich noch Datensätze der Kfz-Zulassungsstelle und dem Jugendamt der Stadt Coburg. Der für den Austausch der SSD beauftragte IT-Dienstleister wusste anscheinend nicht, wie Speichermedien ordnungsgemäß gelöscht werden. Dennoch stellte er eine Löschbescheinigung aus. Daher informieren wir nun. Vor dem Verkauf sollte man sicherstellen, dass sämtliche Daten unwiderruflich entfernt sind. Dafür genügt weder der Papierkorb noch die Formatieren-Funktion des Rechner-Systems. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt Programme wie DBAN, die den Datenträger sieben Mal überschreiben. Dieses Verfahren ist aber nicht für Laufwerke mit Speicherchips geeignet wie es SSD sind. Dafür gibt es einen Secure-Erase-Befehl, der die hinterlegte Löschroutine ausführt, wozu auch defekte Speicherbereiche gehören. Wenn es über die Treiber des Festplattenherstellers nicht funktioniert rät das BSI zu der Software Parted Magic.

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©2019 Hessentrend/ Leon Ebersmann

Firefox Test-Pilot kehrt unter neuem Gewand zurück

Anfang Januar beendete Firefox Entwickler Mozilla sein Nutzer-Testprogramm - "Test-Pilot" genannt. Nun kehrt es unter neuem Gewand zurück. Das Beta-Testing ist nunmehr nicht auf Firefox-Erweiterungen beschränkt, sondern umfasst Dienste und Anwendungen außerhalb des Browsers. Ein Beispiel hierfür ist Firefox Private Network, wobei es sich um einen VPN-Dienst handelt.

Symbolbild: Firefox Test-Pilot kehrt unter neuem Gewand zurück
VPN steht für Virtual Private Network und verschlüsselt den Datenverkehr in öffentlichen Netzwerken im Café oder am Flughafen, indem dieser über dritte Server läuft. Der Standort und IP des Internetanschlusses bleiben geheim. Häufig werden VPN's für das Umgehen von Geo-Sperren genutzt. Bislang dürfen nur Personen aus den Vereinigten Staaten den Service testen. Anders im Vergleich zu früher, wird kommende Software schon weiter fortgeschritten sein, bevor man sie auf die Menschheit loslässt.

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Reibungslose Ablauf der IAA gefährdet

Symbolbild: Reibungslose Ablauf der IAA gefährdet
Im Wechsel veranstaltet der Verband der Automobilindustrie die IAA der Kraftfahrzeuge in Frankfurt am Main auf dem Messegelände oder als IAA der Nutzfahrzeuge in Hannover; dort startet das einwöchige Event am 24. September 2020. Zurück nach Frankfurt! Seit Dienstag sind Journalisten vor Ort, am Donnerstag folgten Fachbesucher, doch unter dem Motto "Driving tomorrow" darf auch seit samstag das interessierte Publikum das Gelände betreten. Greenpeace, der Verkehrsclub VDC sowie der Allgemeine deutsche Fahrradclub (adfc) rufen am heutigen Tage zu einer Sternfahrt auf. Für den Sonntag kündigten sich Demonstrationen an, mit dem Ziel den Zugang zum Gelände zu blockieren. Der Veranstalter wurde kritisiert, dass er Personen mit kritischen Meinungen, wie Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) auslud. Man behauptet ihn niemals eingeladen zu haben und dass Zeitmangel die Ursache sei. Feldmann veröffentlichte das Manuskript seiner Rede bei Facebook.

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Mehrere Fehlbildungen bei Babies in kurzer Zeit

Symbolbild: Mehrere Fehlbildungen bei Babies in kurzer Zeit
In Frankreich verzeichnete man innerhalb der letzten Jahre mindestens 25 Neugeborene mit fehlenden Fingern, der Hand oder dem Arm. Auch im Ruhrgebiet sind mehrere Fälle aus den letzten drei Monaten bekannt geworden. Bei einem Säugling weist die rechte Hand Fehlbildungen auf, bei den beiden anderen ist die linke Seite betroffen. Hebamme Sonia Ligget-Igelmund kritisiert, dass es kein zentrales Melderegister für Missbildungen gebe, wodurch die Dunkelziffer weitaus höher sein kann. Nur so ließe sich ein Muster erkennen, wie das Beispiel aus Frankreich zeigt. Dort wohnte eine Vielzahl der Eltern nahe eines Getreide- und Sonnenblumfeldes. Das Gelsenkirchener Krankenhaus findet keinen gemeinsamen Nenner in ethnischer oder kultureller Herkunft und auch soziale Gemeinsamkeiten gebe es nicht; einzig und allein wohnen die Familien in der selben Umgebung.

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Mehr Sicherheit beim Online-Banking

Symbolbild: Mehr Sicherheit beim Online-Banking
Eine neue Vorschrift bezüglich Online-Banking oder Bezahlen im Internet soll ab heute für mehr Sicherheit sorgen. Bei der sogenannten starken Kundenauthentifizierung bestätigt der Kontoinhaber seine Identität mit Hilfe von unabhängigen Komponenten. Aus zwei mach drei-Faktor: Wissen, Besitz & Sein. Wissen bedeutet das Kennen der PIN oder den Zugangsdaten zum Online-Banking. Besitz setzt ein Smartphone voraus, damit einmalig gültige TAN's per SMS zugesandt oder per PhotoTAN-App generiert werden können. Bevor der Bezahlvorgang vollzogen wird, erscheint ein Barcode, der mit entsprechender App fotografiert wird und folglich einen Code ausgibt. Mit Sein folgen biometrische Merkmale, wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Die TAN-Listen verlieren mit dem heutigen Tage ihre Gültigkeit.

NPD-Mitglied zum Ortsvorsteher gewählt

Symbolbild: NPD-Mitglied zum Ortsvorsteher gewählt
Mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP wurde der stellvertretende hessische Landesvorsitzender der NPD Stefan Jagsch in der Wetterau-Gemeinde Altenstadt zum Ortsvorsteher gewählt - und zwar einstimmig. Er ist somit für die Wünsche und Anliegen der 2.500 Einwohner gegenüber Rat und Verwaltung zuständig. Die Parteien begründen ihre Wahl damit, dass es sonst niemanden gebe, der mit dem PC umgehen und E-Mails versenden kann. Bei der Wahl zum Bürgermeister erhielt er sechs Prozent der Stimmen. Derweil unterzeichneten alle Ortsbeiratsmitglieder - mit Ausnahme von Jagsch selbst - einen Antrag zur Abwahl. Frühestens kommende Woche kann Tatjana Cyrulnikov (CDU) zur Nachfolgerin gewählt werden.

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Pharmakonzerne fahren Antiobiotika-Forschung herunter

Symbolbild: Pharmakonzerne fahren Antiobiotika-Forschung herunter
Obwohl die Ausbreitung resistenter Keime stetig zunimmt, fahren Pharmakonzerne die Forschung neuer Mittel herunter oder stellen sie vollständig ein. Die Ursache ist dabei so simpel, wie fatal: für ein gewinnorientiertes Unternehmen lohnt es sich nicht mehr. Zu Beginn muss der Betrieb mehrere hundertmillionen Euro in die Entwicklung des Antibiotikums investieren. Sofern die Zulassung gelingt, dann entstehen weitere Kosten in Herstellung, Vertrieb und Vermarktung. Krebsmedikamente oder Mittel gegen chronische Erkrankungen seien viel lukrativer, denn Antibiotika werden in der Regel nur wenige Tage gebraucht. Außerdem fungieren neue Mittel als Reserve für den Fall, dass alle bisherigen Antibiotika versagen. Peter Beyer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet multiresistente Keime als mitunter Problem unseres Jahrhunderts. Bei Vernächlassigung könnte das bis 2050 jährlich zehn Millionen Menschenleben kosten - mehr als heutzutage bei Krebs.

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©2019 Hessentrend/ Leon Ebersmann