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Quadratisch. Praktisch. Gut. - Schokolade vor Gericht

Quadratisch. Praktisch. Gut. Mit diesem Slogan wirbt Ritter Sport seit Jahrzehnten, die sich in den 1990er Jahren die quadratische Schokolade bzw. deren Verpackung als Marke schützen ließen.

Dann spricht man von einer 3D-Marke, die vorliegt, wenn allein die Form ausreicht, um zu signalisieren, um welches Produkt es sich handelt. Beim Deutschen Patent- und Markenamt in München sind 4900 der 826.000 Einträge solche 3D-Marken. Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG reichte ein Patent für eine Verpackung ohne Farbe oder Aufdruck, aber mit den typischen Seitenlaschen und der Längsnaht ein. Weitere Beispiele sind Lindt's Osterhasen, die bergige Toblerone-Tafel oder das Nutella-Glas. Doch seit nunmehr zehn Jahren versucht der Milka-Mutterkonzern Mondolez (früher: Kraft Foods) die Löschung der Marke durchzusetzen, weshalb am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entscheiden musste, ob eine quadrstische Schokolade schützenswert ist. Die Richter urteilten zugungsten von Ritter Sport. Statt der Verpackung, die mitnichten eine "wesentliche Gebrauchseigenschaft von Schokolade" ist, seien Geschmack und Zutaten bedeutsamer. Jetzt liegt der Ball beim Bundespatentgericht, das mögliche weitere Gründe gegen einen Markenschutz von quadratischer Schokolade nennen muss.

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Kühltürme des AKW Philippsburg gesprengt

Am Sonntag, den 28. Oktober fand der erste European Youth Marathon des Veranstalters „My Europe 2100 e.V.“ statt. Jeder zwischen 15 bis 25 Jahren durfte kostenlos teilnehmen, da es nicht wichtig ist die sportlichste Person zu finden, sondern ein Zeichen für Europa zu setzen. Auf der Webseite (european-youth-marathon.eu) hoffen die Verantwortlichen auf ein Mitspracherecht für die ca. 75 Millionen Jugendliche, damit sie Europa und somit ihre Zukunft aktiv gestalten können.

Bereits über eine Stunde vor Beginn des Laufes um 11:00Uhr hatten Gruppen, aber auch Einzelpersonen die Möglichkeit sich im CongressCenter der Frankfurter Messe zu versammeln oder den kühlen Temperaturen vorerst zu entweichen. Wer rechtzeitig erschien, erhielt noch eines der 1000 kostenlosen T-Shirts zur Veranstaltung. Angemeldete Schulen - dreizehn insgesamt - bekamen ihre T-Shirt auch noch kurz vorher, da diese separat aufbewahrt worden sind.

Um 10:55Uhr standen alle Läufer*innen bereit, doch lediglich die Teilnehmer des Minimarathons liefen bereits. Zeitgleich fanden mehrere Marathons statt: der besagte Minimarathon mit einer Länge von 4,2km, der European Youth Marathon (ebenfalls 4,2km lang) und ein 42km Lauf für Erwachsene. Über weitere Läufe erhielt ich keine Informationen. Fünf Minuten später startete nun auch der European Youth Marathon. Der Start befand sich Nähe des CongressCenters und verlief an der Friedrich-Ebert Anlange entlang bis zur Kreuzung mit der Mainzer Landstraße, die in Laufrichtung links passiert wurde. Anschließend umrundete jeder die Taunusanlage und kehrte über denselben Weg wieder zurück. Das Ziel befand sich nicht am Start, sondern in der gut-beheizten Frankfurter Festhalle. Für Zuschauer mag dies von Vorteil sein, doch als ankommende Person rennt man nur noch schneller durchs Ziel, um der Hitze in den Messehallen zu entfliehen.

Die blauen Linien inklusive der Pfeile veranschaulichen die Route der 4,2km langen Marathon-Strecke - das Bild wurde eingebettet und befindet sich auf der Seite des Veranstalters
Die blauen Linien inklusive der Pfeile veranschaulichen die Route des Marathons - das Bild wurde eingebettet und befindet sich auf der Seite des Veranstalters

Anscheinend sollte es eine Zielverpflegung gegeben haben, doch als wir (Gruppe von vier Schüler*innen) nachfragten, teilte uns eine Helferin mit, dass das Essen und Trinken nur für Minimarathonläufer*innen vorgesehen ist. Doch zum Glück waren wir nicht besonders davon getroffen, weil jeder ein Getränk mitnahm und wir Obst von unserer Lehrkraft erhielten.

Entgegen meiner Erwartung, dass nur eine überschaubare Menge teilnimmt war ich überrascht, wodurch es eine interessante Erfahrung war. Wer ausschließlich des Sportes wegen teilnimmt, der kann die 4,2km wann immer man möchte in seiner Gegend ablaufen aufgrund der niedrigen „Aufwand, z.B. Fahrzeit - Nutzen, z.B. Laufzeit“-Bilanz. Wer aus Frankfurts unmittelbarer Nähe kommt oder ein Zeichen für Europa setzen möchte, dem empfehle ich bei einer zweiten Ausgabe unbedingt teilzunehmen.

Beachte hierbei, so wenig Gepäck wie möglich mitzunehmen! Sofern man nicht das Privileg hat, dass eine oder mehrere Personen aus der Gruppe nicht teilnehmen, so muss der Rucksack, etc. durchgehend getragen werden. Umkleiden und Duschen sind ebenfalls nicht vorhanden.

Weitere Veranstaltungen oder Berichte aus Frankfurts unmittelbarer Nähe findest du im gleichnamigen Archiv vor!

©2018 Hessentrend/ Leon Ebersmann