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Stuttgart-Randale

In der Nacht zum Sonntag (21.) randalierten zwischen 400 bis 500 Menschen in der badenwürrtembergischen Stadt Stuttgart. Zuvor soll ein 16-Jähriger gezielt gegen den Kopf eines Studenten getreten haben, der bereits am Boden lag.


Laut dem City-Manager Sven Hahn wurden 40 Läden in Stuttgarts zentraler Einkaufsstraße beschädigt, wobei neun zusätzlich geplündert wurden. Die Polizei schätzt den Gesamtsachschaden im sechs- bis siebenstelligen Bereich. 19 Beamte wurden verletzt. Die Bilanz: 25 mutmaßliche Randalierer wurden festgenommen, die sich wegen schweren Landfriedensbruchs, tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Diebstahl in besonders schwerem Fall verantworten müssen. Gegen den 16-Jährigen wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart ebenso gegen einen Polizeibeamten aufgrund einer rassistischen Sprachnachricht. Die Insolvenzquote der ohnehin angeschlagenen Geschäften könnte auf bis zu 20% ansteigen. Die Ursache für die Ausschreitungen in Stuttgart ist nicht abschließend geklärt. Ist es die enthemmte Partyszene, entladener Frust über die Corona-Auflagen oder fehlender Respekt vor Ordnungshütern? Weil eine taz-Journalistin die Arbeiten der Polizei kritisierte und alle Polizisten auf der Müllhalde entsorgen wolle, erwägte Bundesinnenminister Seehofer sie anzuzeigen.

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NRW-Landtag verabschiedet Gifttiergesetz


Sommer 2019: Eine Monokelkobra aus Herne ging ungefragt auf Reisen. Die bräunliche, hochgiftige Schlange war tagelang nicht aufzufinden. Doch das ist kein Einzelfall. Daher verabschiedete der NRW-Landtag am Mittwoch (24.) ein Gifttiergesetz, das einerseits den Kauf von giftigen, exotischen Tieren verbietet und andererseits strenge Regeln für bereits gekaufte Tiere vorsieht. So muss das Tier den Behörden gemeldet werden sowie eine hohe Haftpflichtversicherung nachgewiesen werden, denn bislang braucht es keine besondere Berechtigung zur Haltung solch gefährlicher Tiere. Dennoch vermuten die Behörden, dass Nordrhein-Westfalen das Zentrum der Haltung von exotischen Tieren in Deutschland sei. Der Gesetzentwurf stammt von der Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU). Verstöße können bis zu 50.000€ kosten oder gar zwei Jahre Haft nach sich ziehen.

Alles rund um Geschehnisse in der Politik bündelten wir in der Kategorie » Politik.

Veranstaltungsbranche in der Not: Night of Light


Bundesweit erstrahlten am Montag (22.) allerlei Gebäude in rotem Licht. Mit der sogenannten Night of Light machte die Veranstaltungsbranche auf ihre finanzielle Notlage, ausgelöst durch die Folgen der Corona-Pandemie aufmerksam. Seit dem 10. März haben Beleuchter, Tontechniker oder Bühnenbauer nahezu keine Aufträge mehr, da ihnen die Arbeit untersagt ist. Laut einer Studie des Verbandes für Medien und Veranstaltungstechnik (VPLT) komme die Veranstaltungsbranche in Deutschland auf einen jährlichen Umsatz in Höhe von 130 Milliarden Euro. Darüber hinaus sollen Veranstaltungen das Geschäft von Reiseveranstaltern, Gastronomen und Hoteliers positiv beeinflussen. Nach Aussage der Night of Light Organisatoren werde die Veranstaltungsbranche finanziell keine weiteren 100 Tage mehr überleben. Ähnlich sieht es Leinemann (VPLT-Vorstandsvorsitzende), der überzeugt ist, dass der gesamte Sektor spätestens zum Ende des Jahres insolvent sein werde. Dirk Wöhler (Berufsverband der DJs) merkt an, dass sich Einnahmen aufgrund der langen Planungsphase frühestens in einem halben Jahr bemerkbar machen.

Gesellschaft: Hier findest Du alles über das zwischenmenschliche » Zusammenleben der Gesellschaft.

Bundesinnenminister Seehofer verbietet "Nordadler"


Am Dienstag (23.) hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die rechtsextremistische Vereinigung Nordadler verboten und aufgelöst. Nordadler ist auch bekannt als Völkische Revolution, Jugend, Gemeinschaft oder Renaissance. In den Morgenstunden durchsuchten Polizisten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg sowie Sachsen die Immobilien führender Vereinsmitglieder. Seehofer erklärt, dass die Vereinigung überwiegend im Internet und sozialen Medien, darunter sowohl Telegram, Instagram als auch Discord in offenen bzw. geschlossenen Chatgruppen agierte. Dennoch zeigt er sich entschlossen, dass "weder in der realen noch in der virtuellen Welt" Rechtsextremismus und Antisemitismus bei uns einen Platz haben. Laut dem BMI habe Nordadler an einem nationalsozialistischem Siedlungsprojekt im ländlichen Raum gearbeitet, damit Gleichgesinnte nach beieinander leben können. Deren Anführer befürwortete den Anschlag auf die Synagoge in Halle im vergangenen Herbst. Im Januar wurde Combat 18 verboten, im März folgte "Geeinte deutsche Völker und Stämme", wie wir schon damals berichteten.

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Wirecard fehlen 1,9 Milliarden Euro


Bargeldlos zu zahlen wird immer beliebter. Genauso werden auch die Anbieter immer größer - einer von ihnen ist Wirecard. Doch die letzte Bilanz war lückenhaft. Es wird davon ausgegangen, dass 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz fehlen. Dem Technischen und Vorstandsvorsitzenden Markus Braun wird vorgeworfen, Marktmanipulation betrieben zu haben. Dieser hat bereits vor den Vorwurf seinen Beruf an den Nagel gehängt. Nichtsdestotrotz musste Braun in Untersuchungshaft. Da kam er wieder auf Kaution frei. Der Kautionsbetrag in Höhe von 5 Millionen Euro wurde bereits am Folgetag bezahlt. Der Aktienkurs des DAX-Unternehmens ist um 80 Prozent gesunken. Mit einem so dramatischen Absturz ist Wirecard der erste DAX-Konzern, der Insolvenz angemeldet hat. Das Deutsche Aktieninstitut kurz DAI warnt vor einer Überregulierung. Es gebe bereits einen guten Werkzeugkasten an Regulierungsinstrumenten. Christine Bortenlänger warnt davor, "jetzt die Bazooka der Regulierung zu zücken", denn Kein Rechtssystem der Welt könne Betrug und Manipulation ganz verhindern.

Alle weltweiten Ereignisse findest Du im Archiv » Weltweit vor.

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EU-Urheberrechtsreform: Agrarminister stimmen über Artikel 13/17 ab


Am Montag (15.) wurde über die neue EU-Urheberrechtsreform inklusive dem äußerst umstrittenen Artikel 17 endgültig entschieden. Die Mehrheit der Mitgliedsländer, darunter auch die Bundesregierung stimmte dafür - im Gegensatz zu den Niederlande, Luxemburg, Polen, Italien, Finnland als auch Schweden. Belgien, Estland und Slowenien enthielten sich. Ab sofort haben die Länder zwei Jahre Zeit die Vorschrift in nationale Gesetze zu fassen. An der Abstimmung waren nicht etwa die Justizminister beteiligt, sondern der Ministerrat für Landwirtschaft & Fischerei. Im alltäglichen Leben ist das gängige Praxis, denn man gab lediglich den Segen über die Übersetzung in eine der 24 Amtssprachen der EU. Deutschland machte den Vorgang noch kurioser, indem die deutsche EU-Botschafterin Susanne Szech-Koundouros als Vertretung für Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner agierte. Hätte Deutschland dagegen gestimmt, so vertrete man 35% der Gesamtbevölkerung in der EU im Vergleich zu aktuell 25%, wodurch eine Überarbeitung der Reform verlangt werden könnte.

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Notre-Dame: Wahrzeichen Frankreich's brennt lichterloh


Es war bereits Montagabend (15.), als das Feuer auf auf dem Dachboden der gotischen Kathedrale Notre-Dame de Paris entdeckt wurde. Über 15 Stunden kämpften bis zu 400 Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Dabei stürzte zuerst der Vierungsturm, gefolgt vom ganzen Dachstuhl ein. Die Grundstruktur des Gebäudes konnte gewahrt werden, ebenso wurden rund 90% aller religiösen Schätze in Sicherheit gebracht. Nach bisherigen Ermittlungen war ein Kurzschluss die Brandursache. Der französische Präsident Emmanuel Macron hält einen Wiederaufbau innerhalb von fünf Jahren möglich, solange bleibt das Wahrzeichen geschlossen. Dafür erhielt man wenige Tage später insgesamt 700 Mio.€ Spenden. Den Großsteil stämmen namenhafte Unternehmen, wie Gucci, Louis Vuitton, Ölkonzern Total und L'Oréal.

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Avicii: Was geschah vor und nach seinem Tod?


Der 20. April 2018 - für den einen mag es ein ganz gewöhnlicher Freitag mit Vorfreude auf das Wochenende gewesen sein. Doch der schwedische DJ Avicii zeigte, dass Erfolg und finanzielle Sorgenlosigkeit nicht allein der Weg zum persönlichen Glück sind. Avicii, der sich mit bürgerlichem Namen Tim Bergling nennt, fügte sich mit Hilfe einer zerbrochenen Weinflasche Verletzungen zu, an denen er verstab ehe man ihn in seinem Hotelzimmer im Rahmen der Asien Tour vorfand. Seine Webpräsenz avicii.com wurde in eine Gedenkstätte umgebaut. Fans und Liebhaber seiner Musik können über ihre Gefühle und Gedanken, die man mit ihm in Verbindung bringt, schreiben. Im Musikvideo zu seiner neusten Singleauskopplung SOS feat. Aloe Blacc aus dem Album TIM wird manchem Kommentar eine besondere Bühne geboten. Die Erlöse aus dem Album gehen an die The Tim Bergling Foundation, die psychisch Kranken helfen und Selbstmorde verhindern versucht. Leidest du selbst an Depressionen oder hast Suizid-Gedanken, dann lasse dir z.B. von der kostenlos erreichbaren Telefonseelsorge unter 0800/ 111 0 111 oder 0800/ 111 0 222 helfen.

Der große Durchbruch & Studioalbum "Stories"


Seine Karriere begann im Alter von 19 Jahren mit Lazy Lace; einem Remix der Titelmusik des C64-Jump’n’Run-Spiels Lazy Jones. Mitte 2011 entschied ein Gericht, dass sein Name auf dem Cover der Single Collide der Sängerin Leona Lewis gehört, da es auf seinem Instrumental Penguin basiert. Noch im Herbst des selben Jahres landete Avicii mit Levels einen internationalen Hit. In Groß-Britannien, Österreich & Deutschland war man in den Top 10 der Charts - in seinem Heimatland Schweden und Norwegen sogar auf Platz Eins. Dieser Remix basiert auf Something‘s Got a Hold on Me von Etta James.

Vor seinem Rückzug Ende Februar 2016 erschien Stories, sein zweites vielmehr song-orientierte Studioalbum. Es enthält das Beste aus 70 Liedern. Schon zuvor, nämlich am 22 Mai 2015 bekam die Welt die Singleauskopplung Waiting for Love, dessen Co-Produzent Martin Garrix war, zu hören. Zum Album gehören ebenso For A Better Day & Broken Arrows. Bei Spotify war es zu seiner Zeit das weltweit meistgestreamte Album.

Busunglück in Madeira: Anzahl deutscher Todesopfer bislang unklar


Als am frühen Mittwochabend ein Reisebus auf Madeira in einer Kurve von der Fahrbahn abkam und sich überschlug ehe man auf ein Wohnhaus stürzte, waren 29 Todesopfer und ähnlich viele Verletzte die Folge. Das Auswärtige Amt gibt bislang keine Auskunft über die Anzahl deutscher Todesopfer bevor nicht alle Angehörigen informiert wurden. Als Unfallursache vermute man Bremsversagen; der Fahrer habe versucht stattdessen gegen eine Mauer zu fahren. Am Vormittag (20.) landete ein Airbus der Luftwaffe auf der Insel um die Verletzten zurück nach Deutschland zu fliegen.

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500€-Scheine werden in Kürze abgeschafft


Die wenigsten besaßen ihn und daran wird sich nichts mehr ändern. Nur noch bis inklusive Freitag, dem 26. April sind 500€-Scheine bei der Deutschen Bundesbank oder der Österreichischem Nationalbank erhältlich. 17 weitere Zentralbanken des Eurosystems stoppten die Ausgabe bereits Ende Januar. Die Gültigkeit des Zahlungsmittels bleibt bestehen, auch wenn schon in der Vergangenheit immer weniger Geschäfte ihn akzeptierten. Ab dem 28. Mai kommen auch neue 100er und 200er Scheine mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen in den Umlauf. Nur die Schweiz übertrifft den lila Schein, mit ihrem 1.000 Franken-Schein, was umgerechnet rund 900€ sind.

©2019 Hessentrend/ Leon Ebersmann