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Spam in all seinen Gestalten - Ein Auszug
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Wie bitte? All das klingt zu schön, um wahr zu sein? Stimmt, denn das sind die wohl bekanntesten Beispiele für sogenannten Spam.

Laut einer Datenerhebung waren im Dezember 2019 über 57% aller versendeten E-Mails Spam. Bereits vor einigen Jahren gaben mehr als 65% der deutschen Internetnutzer an mindestens einmal solch unerwünschte Nachrichten im Posteingang vorgefunden zu haben. Der weltweite Anteil von Mails mit schadhaften Anhängen lag bei 6%. Spam ist nicht nur lästig, sondern verursacht hohe finanzielle Schäden.

Was haben Dosenfleisch und Spam gemein? Die Definition:


Spam beschreibt das massenhaft, wahllose Verteilen von ungewollten Nachrichten. In der Regel passiert dies via E-Mail, aber auch viele Popups auf Websites sind als Spam einzuordnen. Ursprünglich war Spam der Markenname für das Dosenfleisch "Spiced Pork and Ham" einer amerikanischen Firma. Später, in einem britischen Sketch fiel das Wort Spam innerhalb von drei Minuten über 120 Mal, wodurch ein vernünftiges Gespräch unmöglich gemacht wurde.

Die Absender von Spam-Nachrichten - kurz: Spammer - versuchen deren Produkte fragwürdiger Natur, weil sie gefälscht oder womöglich sogar giftig sind, auf diesem Weg an den Mann zu bringen. Die Spammer haben sich in diesem Fall des Verstoßes gegen den unlauteren Wettbewerb schuldig gemacht. Eine andere Motivation ist der Betrug. Entweder tritt das Opfer für eine vermeintlich gute Sache in Vorkasse oder man tippt nichtsahnend seine wahren Zugangsdaten zum Online-Banking auf eine gefälschte Website seines Kreditinstituts. Dann spricht man auch von "Phishing". Ein letzter Grund ist die Verbreitung von Schadsoftware, die ab einem gewissen Grad die Funktionsfähigkeit des Internets ein wenig einschränkt.

Wie gelangen die Spammer an die Daten?


Im Anschluss stellt sich die Frage, wie Unbekannte an die persönliche E-Mail-Adresse gelangen. Die wohl umständlichste Methode ist, dass eine Schadsoftware auf einem Gerät installiert wird, die private Daten ausspäht. Oft werden auch Datenbanken mit den Kundendaten von Online-Versandhändlern geknackt und im zweiten Schritt verkauft. Zumindest etwas legaler unterwegs sind die Crawler, die das Internet nach Mail-Adressen durchsucht. Crawler sind allgemein Programme zum durchforsten des WorldWideWeb und meist nur ein Thema, wenn man sein E-Mail-Postfach bspw. im Impressum hinterlegen musste. Ein weiteres Verfahren ist, dass sich die Spammer einen öffentlichen Mail-Provider, wie GMX vorknöpfen und systematisch gängige Vornamen-Nachnamen-Kombinationen ausprobieren.

Der korrekte Umgang mit Spam


Um auf Werbemüll oder E-Mails mit böswilligen Absichten angemessen reagieren zu können, muss die Nachricht erstmal als solche entlarvt werden. Früher waren noch fehlerhafte Rechtschreibung, Grammatik oder Zeichensetzung ein Indiz, aber Spammer lernen leider dazu. Deshalb raten wir zur größten Vorsicht bei E-Mails von unbekannten Absendern und/ oder nichtssagendem Inhalt. Oft sind Betreff, z.B. "Ihre Rechnung", "Ihr Anruf" und Anrede, z.B. "Sehr geehrte Damen und Herren..." allgemein gehalten. Nicht selten geht eine Mail an viele Empfänger, was bei einer vermeintlichen E-Mail von der Bank etwas skurril ist.


Einmal erkannt, sind Spam-Mails ein Fall für den Papierkorb; niemals Dateien herunterladen, Links anklicken, auf die Nachricht antworten oder überhaupt öffnen. Es ist eine Leichtigkeit herauszufinden, wer so neugierig ist und die E-Mail liest. Die Konsequenz: Noch mehr Spam für euch. Glücklicherweise sortieren die Filter von einigen Mail-Providern sehr zuverlässig den Datenmüll aus, doch natürlich sind die nicht fehlerfrei, weshalb auch eine gewünschte E-Mail im Spam-Ordner landet oder Spam sich an den Filter vorbeischleicht. Wenn euch stets derselbe Absender im Posteingang belästigt, dann setzt seine E-Mail-Adresse auf die Blacklist. Das ist besonders bei Newslettern ratsam, die keine Abbestellen-Funktion anbieten oder deren Herkunft unbekannt ist.

Ein nützliches Tool gegen Online-Werbung im Allgemeinen sind Adblocker, die als Browser-Erweiterung installiert werden können. Der Werbeblocker Adblock Plus stammt sogar aus Köln. Für all diejenigen, die es wissen wollen, bietet sich mit PiHole ein netzwerkweiter Adblocker; dazu in einem anderen Beitrag mehr. Allgemein hilft es seine eigenen Geräte mit den neuesten Sicherheitsupdates auszustatten sowie eine AntiViren-Software zu installieren. Ein weiterer Tipp: Schalte die Vorschau-Funktion in deinem Mail-Client aus.

Unsere Tipps, um Spam zu vermeiden


Zum Schluss stellt sich die Frage, wie das eigene Postfach möglichst lange von sinnlosen Inhalten verschont bleibt. Es wird zwar niemals einen 100%igen Schutz geben, weshalb ein gesundes Misstrauen stets erforderlich ist, aber es gibt einige Stellschrauben, die sich anwenden lassen. Gehe mit deinen privaten Daten im Netz so sparsam um wie möglich. Das heißt: Nein zu Gewinnspielen oder sonstigen Marketingaktionen.

Wenn es unbedingt sein muss, bietet sich unser nächster Tipp an: Erstelle dir insgesamt drei E-Mail-Accounts. Eine E-Mail-Adresse gibst du an Familie, Freunde, Verwandte, Kollegen, etc. zur Kommunikation weiter. Mit dem zweiten Account registrierst du dich bei seriösen Anbieter wie Amazon oder ebay, aber schreibst keine Nachrichten. Hier empfiehlt sich etwas zusammenhangsloses, z.B. "PuzzleWolf49" Mit dem letzten E-Mail-Konto loggst du dich in kostenlose WLAN-Netze ein oder nimmst an Gewinnspielen teil bis die Tasten glühen. Wenn es irgendwann zu viel sein sollte, kann der Account ohne weiteres gelöscht werden. Natürlich lässt sich das ebenso mit dem Haupt- oder Zweitkonto machen, aber es wird mit deutlich mehr Aufwand verbunden sein, weshalb wird davon abraten. Die nachhaltigste Herangehensweise ist die regelmäßige Pflege seines Spam-Filters wie vor zuvor beschrieben.

Hinweis: Der Beitrag entstand im Rahmen der Sendung radio.exe bei Radio Darmstadt. Alle Inhalte - Podcast & Skripte - gibt es online bei radioexe.de. Schalte an jedem vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr live zu via 103,4MHz, DAB+ (Juli-Dezember) oder im weltweiten Stream!

©2020 Hessentrend/ Leon Ebersmann

Über die Inhalte der Podcast-Episode: Im ersten Teil der Miniserie "So funktioniert das Internet" im April setzten wir uns mit der Funktionsweise sowie der Geschichte des WorldWideWeb auseinander. Zum Schluss entzauberten wir die zu sehr "gehypten" (~viel Wirbel um Nichts) Begriffe "Deep- bzw. Darkweb". In Teil zwei von "So funktioniert das Internet" wirst Du erfahren, was amerikanisches Dosenfleisch und Werbemüll im E-Mail-Postfach gemein haben. Spoiler: Es geht um Spam. Des Weiteren erklären wir den Sinn von IP-Adressen oder den Aufbau von Internetadressen. Zum krönenden Abschluss nehmen wir das "Telefonbuch des Internets" genauer unter die Lupe. Die Kirsche auf der Sahnetorte: Unsere Technik-News fassen das Wesentliche aus der digitalen Welt zusammen.

Also, einschalten lohnt sich!

Redaktionelle Ergänzung: Laut den Aussagen unseres geschätzten Vereinskollegen Aurel sind Crawler heutzutage in puncto Spam kaum noch ein Problem. Er nannte mir dafür ein Beispiel aus der Praxis. Auch er hat eine Website. In dem Postfach der im Impressum genannten E-Mail-Adresse hat er bis heute keine einzige Spam-Nachricht erhalten. Ich habe dieses Glück leider nicht, aber kann weder dementieren noch bestätigen, dass das die Schuld von Crawlern ist.


Hinter radio.exe steckt ein Team aus Jugendlichen, die zum Spaß an der Technik jeden vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr eine Sendung auf die Beine stellen. Um 23:00Uhr des selben Tages, wie auch am Montag ab 05:00Uhr & 10:00Uhr wird die Show wiederholt. Dabei wird über das NKL Radio Darmstadt via 103,4MHz, DAB+ (Juli-Dezember) oder im weltweiten Stream gesendet.

radio.exe · SO 23.August · 17-18Uhr anhören!

Wir bedanken uns beim User "TolerableDruid6" dafür, dass er sein Werk – die News-Transition – unter der CC0 1.0 Universal (CC0 1.0) Public Domain Dedication Lizenz zur Verfügung stellte. Gleiches tat auch "Leifgreen" mit seiner "Slow Drump Loop Transition"; danke dafür! Die Information zum ShowOpener werden schnellstmöglich ergänzt.

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Tumblr zum Schnäppchenpreis an Automattic verscherbelt

Das soziale Netzwerk Tumblr inklusive seiner 200 Mitarbeiter wurde zum Schnäppchenpreis an das Unternehmen Automattic verkauft, das für sein Content-Managment-System WordPress bekannt ist. Erst 2013 übernahm Yahoo die Plattform mit inzwischen mehreren hundertmillionen Blogs für 1,1Mrd. US-Dollar. Durch den Zusammenschluss mit AOL war bis zuletzt Verizon für das Sorgenkind Tumblr verantwortlich.


Der jetzige Verkaufspreis liege deutlich unter 20Mio. US-Dollar, manche, wie das US-Nachrichtenmagazin VOX vermuten weniger als drei Millionen US-Dollar. Tumblr erleidet somit einen Wertverlust von über 98%. Auch Pornhub war an einem Ankauf interessiert, obwohl seit Dezember pornografische Inhalte verboten sind. Zuvor wurde die App aufgrund von kinderpornografischer Inhalte aus dem App Store entfernt. Laut dem neuen Besitzer bleibe die Richtlinie bestehen.

HarmonyOS: Die Unabhängigkeitserklärung Huaweis


Auf der ersten hauseigenen Entwicklerkonferenz HDC stellt das Unternehmen für Kommunikationstechnik Huawei ihr eigenes Betriebssystem namens HarmonyOS vor. Als flexible Software, harmoniert es auf IoT-Geräten jeglicher Art, z.B. Fernseher, Wearables, wie Smart- Watches, Auto-Systemen, intelligenten Lautsprechern, Sensoren oder Computern. Falls nötig, werde man das Betriebssystem für seine Tablets oder Smartphones als Android-Alternative in Betracht ziehen. Die chinesische Zeitung Global Times möchte erfahren haben, dass zeitgleich zum Mate30 ein zweites Gerät mit geschrieben Hongmeng - der Name für HarmonyOS in China - auf den Markt kommen soll. Huawei äußerte sich im Rahmen der Entwicklerkonferenz dazu nicht. Programmierer können zum Entwickeln von Apps ihre Erfahrungen mit C++, Java und Kotlin nutzen. Darüber hinaus wird ein SDK die Entwicklung über verschiedene Geräte hinweg unterstützen. Trotz möglichem Status als Open-Source-System verbietet der Konzern aus Sicherheitsgründen den Root-Zugriff.

Daten-Leck an der LuO in Darmstadt


Durch eine gelungene Phishing-Attacke auf die Lehrerschaft der Lichtenbergschule in Darmstadt waren laut der Einschätzung einer anonymen Person die Noten des letzten Abiturjahrgangs inklusive Name und Ortsangabe, Mitteilungen von Lehrern zu Lehrern, Schülern oder Eltern, Fehlstunden, Konferenzbeschlüsse und Mitteilungen des Personalrats für die Angreifer einsehbar. Der mittlerweile pensionierte Schulleiter Meinhard Hiemenz bestreitet dies, doch spricht nachher von einer niedrigschwelligen Störung. Von einer Meldung ans Staatliche Schulamt habe er abgesehen. Ob und welche Daten entwendet wurden bleibt unbekannt. Intern änderte man die Passwörter betroffener Personen und sensibilisierte das Kollegium für den Datenschutz. Dennoch reagierte das Land Hessen bereits in den Sommerferien mit einem generellen Verbot für Microsofts Office 365. Unter Auflagen ist der Einsatz wieder erlaubt.

Die Software Lösung ist einerseits preiswert, das stellt ein Vorteil für Schulen dar, die sich selbst um ihre IT-Infrastruktur kümmern, andererseits verzichtet man auf eine vollständige Administration. Das Land Hessen arbeitet zur Zeit an einem eigenen Programm, das mit dem Schuljahr 2021/22 eingeführt werde. 450 Schulen nutzen es im Testbetrieb, doch trotz dem Zusatz "Digitalstadt" keine einzige aus Darmstadt.

Anti-Mobbing-Filter bei Instagram


Bereits letztes Jahr gab Instagram bekannt, dass sie strikt gegen Mobbing sind und auch dagegen vorgehen wollen. Dies versuchen sie mit einem Anti-Mobbing-Filter zu erreichen. Nun hat das soziale Netzwerk vor einiger Zeit ihren Anti-Mobbing Filter ins amerikanische System eingefädelt. Das Programm erkennt böse oder gemeinwillige Texte oder Kommentare - auch bei Direktnachrichten - bevor der Sender die Nachricht abschicken kann. Aktuell fragt einen das System nur, ob man die Mitteilung wirklich versenden möchte. Der Empfänger kann in seinen Einstellungen diese Nachrichten blockieren, sowie nach wie vor den Sender, aber es kann auch passieren, dass diese Nachrichten gar nicht erst angezeigt werden.

Hinzu kommt ein Keyword-Filter, wo wie der Name schon sagt auf bestimmte Schlüsselwörter geachtet wird und folglich so behandelt werden wie böswillige Nachrichten. Darüber hinaus soll auch ein Spam-Filter kommen, welcher Spam entdeckt und verbirgt. Das Ziel laut Instagram ist, jedem egal was man auf deren Plattform online stellt man dafür nicht gemobbt wird.

Hinweis: Der Beitrag entstand im Rahmen der Sendung radio.exe bei Radio Darmstadt. Alle Inhalte - Podcast & Skripte - gibt es online bei radioexe.de. Schalte an jedem vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr live zu via 103,4MHz, DAB+ oder im weltweiten Stream!

©2019 Hessentrend/ radio.exe-Team

Seit der letzten Ausgabe von radio.exe rührte sich kaum etwas in der Welt der Technik seitens der Hardware, doch das soll uns nicht an weiteren Produktionen hindern. Gaston und Leon diskutieren über Huawei's Neuvorstellung HarmonyOS, und das Daten-Leck, das nicht nur am Ort des Geschehen - der Lichtenbergschule DA - für Hysterie sorgte. Zu den News gehört: Tumblr an Automattic verscherbelt, Dreck statt Technik - Amazon Betrug aufgeflogen, Datenschutzrevolution bei Smart-Speakern und die gamescom. Über die Sendung hinweg zieht sich das Thema: Content-Managment-Systeme, wie WordPress oder Typo3.


Hinter radio.exe steckt ein Team aus Jugendlichen, die zum Spaß an der Technik jeden vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr eine Sendung auf die Beine stellen. Um 23:00Uhr des selben Tages, wie auch am Montag ab 05:00Uhr & 10:00Uhr wird die Show wiederholt. Dabei wird über das NKL Radio Darmstadt via 103,4MHz, DAB+ oder im weltweiten Stream unter radiodarmstadt.de gesendet.

radio.exe · SO 25.August · 17-18Uhr anhören!

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Ursula von der Leyen wird zur EU-Kommissionspräsidentin gewählt

Nachdem Ursula Von der Leyen ihr Amt als Verteidigungsministerin niederlegte, wurde sie von der notwendigen Mehrheit im EU-Parlament zur EU-Kommissionschefin gewählt. Die Stimmen wurden mehrmals ausgezählt. Sie nimmt die knappe Entscheidung von neun Stimmen über dem Minimum gelassen. Im November tritt sie als erste Frau die Nachfolge von Jean-Claude Juncker an. Dieser gratulierte ihr dreisprachig per Twitter.


Obwohl die Wahl an sich geheim war, so positionierten sich die Gruppierungen schon im Voraus zu von der Leyen. Grüne, Linke, Rechtspopulisten und die SPD werde gegen sie stimmen. Dennoch gratulierte die SPD-Spitze zum Ergebnis. Es kam Kritik, dass Von der Leyen nicht als Spitzenkandidatin bei der EU-Wahl im Mai antrat. Fünf Jahre lang wird sie das politische Leben von 500Mio. Menschen mitgestalten, denn die Kommission bringt Gesetzesvorschläge und unter ihr stehen mehr als 30Tsd. Mitarbeiter.

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112: Kein Anschluss unter dieser Nummer


Durch den fehlerhaften Betrieb eines Knotenpunkts in Frankfurt kamen Telefongespräche am Dienstag (16.) kaum zustande. Es scheiterte der Verbindungsaufbau zwischen Telekom und den Unternehmen Telefonica oder Hansanet. Betroffen waren Anschlussinhaber in Südhessen, dem Rhein-Main-Gebiet, Rheinland-Pfalz, sowie weitere südliche Bundesländer im Vorwahlbereich 06. Auch in Nordhessen mit der Vorwahl 05 war einige Zeit Funkstille. Selbst die Notrufnummern 110 und 112 blieben vom Defekt nicht verschont. Man empfahl die Leitung in den Minuten nach dem Anruf freizuhalten. Das hessische Innenministerium schlägt das Gegenteil vor, nämlich mehrere Versuche zu unterhehmen. Nach vier Stunden, gegen 18.30Uhr informierten die Zentrale Leitstelle Wiesbaden mit der Leitfunkstelle Kassel, dass der Notruf wieder uneingeschränkt funktioniere.

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Erdbeben in Athen: Keine Todesopfer


Um den Gefahren des gestrigen Erdbebens zu entweichen, gingen die Menschen auf die Straße. Bis auf zwei Leichtverletzte; darunter eine Touristin sind keine weiteren Person- oder größere Sachschäden bekannt. Das Zentrum des kurzzeitigen Erdbebens lag 25km nordwestlich der griechischen Hauptstadt Athen entfernt. Die Behörden vor Ort vermerken eine vorläufige Stärke von 5,1. Die US-Erdbebenwarte erhöht auf 5,3. 15km sind für ein Erdbeben nicht tief, weshalb es als gewaltsamer empfunden wurde. Es kam zu Nachbeben. Das Telefon- und Handynetz brach zusammen, mancher meldet Stromausfälle. In der Mittelmeerregion passieren immer wieder Erdbeben, auch regelmäßig in Griechenland. 1999 verloren über 140 Menschen dabei ihr Leben.

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Kramp-Karrenbauer: neue Verteidigungsministerin


Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erhielt auf Schloss Bellevue ihre Ernennungsurkunde. Gleichzeitig entlässt der SPD Bundesratsvize als Vertretung für Frank- Walter Steinmeier und Bundesratspräsident Günther Ursula von der Leyen aus dem Amt. Sie war die erste Frau als Verteidigungsministerin. Laut ihm brauche Deutschland eine starke Bundeswehr und umgekert die Bundeswehr einen starken Rückhalt in Politik und der Gesellschaft. Kommende Woche versammelt sich der Bundestag zu einer Sondersitzung, um Kramp-Karrenbauer zu vereidigen.

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Bleibt Datenschutz bei FaceApp auf der Strecke?


Die FaceApp der russischen Firma WirelessLab hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, doch erlebt jetzt wieder einen neuen Hype. Menschen altern in Sekunden rund 50 Jahre, es können sich allerlei Accessoires aufgesetzt oder die Haarfarbe verändert werden. Zwischenzeitlich erreicht die App Platz Eins der Charts in den jeweiligen App Stores. Die zahlreichen Berichterstattungen und daraus resultierender Aufmerksamkeit sind einer Debatte um den Datenschutz geschuldet. Programmierer und Autor Joshua Nozzi äußerte den Verdacht, dass die Anwendung Kopien der gesamten Bildergalerie auf die Server der Firma lade. In den Nutzungsbedinungen sichern sich die Entwickler weitreichende Rechte, unter anderem die uneingeschränkte kommerzielle Nutzung. Auch die USA warnt, weil Russland so ein Pool an Bildern für die Gesichtserkennung geboten wird. Tatsächlich werden die Bildern auf den Servern von Amazons Cloud-Dienst - kurz: AWS gesichert. Nozzi zog seine Aussage zurück.

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NPD: Ausschluss von Parteifinanzierung


Der Bundestag, Bundesrat und das Bundesinnenministerium fordern einen Ausschluss der NPD aus der Parteifinanzierung. Einen entsprechenden Antrag brachte man nach Karlsruhe zum Bundesverfassungsgericht. Rund 300 Verweise für verfassungsfeindliche Aktivitäten sind in dem Dokument aufgeführt. Auch soll es Belege geben, dass die Partei die parlamentarische Demokratie verachte. Vor zwei Jahren scheiterten Bund und Länder bei dem Versuch die NPD gänzlich verbieten zu lassen. Zwar sei man verfassungsfeindlich, doch bis zum Moment des Urteils auch zu klein, um einen Schaden anrichten zu können. Die Höhe des Geldes zur Parteifinanzierung ist von den Wahlergebnissen abhängig. Bei der NPD sind die Einnahmen auf rund 880Tsd. Euro gesunken. Wird dem Antrag stattgegeben, so erhält man sechs Jahre lang kein Geld mehr.

Luftabwehrsystem: Lieferung an die Türkei


Nun sind die ersten Teile des Luftabwehrystems S-400 sind in Ankara in der Türkei angekommen. Die Kosten belaufen sich auf über 2 Milliarden US Dollar, umgerechnet ca. 1,8 Milliarden Euro. Das ist das erste Mal, dass ein NATO-Partner mit Russland Handel betreibt. Die USA hat für solch einen Fall das Caasta-Gesetz geschaffen, welches Sanktionen als Konsequenz vorsieht. Ebenfalls möchte die USA die Türkei von dem F-35 Programm ausschließen, da sie Angst haben durch diese Luftabwehrsysteme das Programm belauscht wird und Informationen an Russland gelangen. Deutschland äußerte sich kritisch gegenüber dem Handel und hoffte bis letzlich, dass die Türkei den Deal gründich überdenkt. Die Sorgen der USA erheben sich hierbei darüber, dass das System Daten über Flugzeuge in der Luft sammelt. Und es könnte sein, dass die Daten mit Russland geteilt werden. Das wird für sehr unwahrscheinlich gehalten. Es werden noch weitere Flugzeuge mit Ladungen erwartet.

©2019 Hessentrend/ YoungPOWER