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Wolken entstehen aus einer Ansammlung von winzigen Wassertröpchen. Sobald die Wolke zu schwer wird, kommt es zum Regenschauer. Clouds hingegen speichern die abgelegten Dateien im besten Falle für die Ewigkeit. Zugegeben, die Metapher lässt zu wünschen übrig, doch bringt sie das Thema auf den Punkt: Die Cloud.

Was macht die Cloud mit meinen Daten?


Cloud-Services haben im Vergleich zu persönlichen Datenträgern, wie USB-Stick oder externer Festplatte einen entscheidenen Vorteil. Die Datenübertragung geschieht über das Internet in das Rechenzentrum seines Providers. Dadurch ist ein Datenverlust aufgrund von defekter oder verlorener Hardware ausgeschlossen. Zwar ist ein einzelner Festplattenausfall selbst beim Hoster möglich, aber meistens wurden Schutzmaßnahmen ergriffen. Ein Beispiel ist die permanente Spiegelung in ein zweites Rechenzentrum an einem anderen Ort.


Neben dem Zusatz an Datensicherheit sind Cloud-Dienste komfortabel in der Benutzung. Durch eine Dateifreigabe wird ein öffentlich zugänglicher Link zur ausgewählten Datei oder ganzen Ordnern erstellt. Somit müssen E-Mai-Postfächer nicht mehr als Cloud missbraucht werden. Womöglich sind E-Mail-Anhänge bei Dir auf wenige Megabytes beschränkt, weshalb nach nur ein paar Bildern das Limit bereits erreicht war. Abhängig von der ausgewählten Cloud haben Freigabe-Links ein Ablaufdatum und können mit einem Passwort versehen werden. Eine - unserer Meinung nach - unterschätze Funktion ist die Dateianforderung. Über einen entsprechenden Link dürfen Familie, Freunde oder Geschäftspartner Daten in die eigene Cloud hochladen. Dabei bekommen diese niemals weitere abgelegte Dateien zu sehen. Besonders praktisch, wenn das Gegenüber keinen Cloud-Speicher nutzt. Neben dem Verwendungszweck als Datenablage wird stets an neuen Funktionen gearbeitet. Mittlerweile dringen Clouds in den produktiven Einsatzbereich hervor. Die Option online gemeinsam Präsentationen zu erstellen oder an Dokumenten zu arbeiten ist nur ein Beispiel dafür.

15GB kostenlos mit Google Drive


Google bietet mit seiner Cloud-Lösung Drive den meisten Speicherplatz für lau. Doch die 15GB werden von allen Google-Diensten, wie Gmail oder den Office-Apps verwendet. Für monatlich 1,99€ lässt sich das Volumen um 100GB anheben. Nach 30TB für fast 300€ pro Monat endet das Angebot. Aus Transparenzgründen sowie für die bessere Vergleichbarkeit gelten die Preise bei einer monatlichen Abrechnung. Im Abonnement sind gewisse Rabatte möglich. Dropbox gilt als das Urgestein unter den Cloud-Anbietern und nicht selten auch als Messlatte. Dabei sind nur 2GB kostenlos inbegriffen. Bis zu weitere 16GB lassen sich durch das Anwerben von neuen Dropbox-Kunden freischalten. Aber Achtung: Der zusätzliche Speicher steht nur zur Verfügung, wenn sich das neue Mitglied mit einer bestätigten E-Mail-Adresse über die Dropbox-Desktop-Applikation anmeldet. Die kostenpflichtige Pläne steigen bei 11,99€ je Monat für 2TB und gehen bis 20€ für 3TB.

Nur im technischen Ökosystem perfekt: Die iCloud


Während die vorherigen Anbieter Zugriff per App oder die Web-Oberfläche bieten, ist Apples iCloud kurzgesagt spezieller. Die Integration in die eigenen Betriebssysteme iOS oder macOS funktioniert. Sicherungen der Geräte landen in der Cloud und Dokumente sind schnell synchronisiert. Dennoch empfiehlt sich die ernsthafte Nutzung nur für Menschen mit ausschließlich Produkten von Apple. 5GB sind kostenfrei. Ein Upgrade auf 50GB kostet 0,99€. Zwei Terabyte bilden hier die Obergrenze und liegen bei 9,99€. Ab 200GB lässt sich die Familienfreigabe für den Cloud-Speicher aktivieren. Bis zu sechs Familienangehörige haben Zugriff auf den Cloud-Speicher ohne Zugang auf die Daten der anderen. Google bietet die Option auch im kleinsten Tarif.

Die Cloud und Datenschutz: Ein Konflikt?


Alle bisherige Angebote teilen diese Eigenschaft: Der Unternehmenssitz ist in den Vereinigten Staaten. Die Daten verlassen deutschen als auch europäischen Boden. Seit dem sogenannten Patriot Act, den man im Zuge der Terroranschläge des elften Septembers 2001 verabschiedete, müssen Unternehmen US-Behörden wie FBI, NSA sowie CIA selbst ohne richterlichen Beschluss deren Systeme für die Ermittler öffnen. Auch ausländische Töchter von US-Konzernen werden in die Pflicht genommen. Privatnutzern mag das ein Dorn im Auge sein, doch eine Speicherung von Firmendaten außerhalb Europas ist rechtswidrig. In beiden Fällen bietet sich ein Cloud-Hoster mit seinen Servern in Deutschland an, weil sie sich an unsere Datenschutzbestimmungen halten müssen.

Telekoms Magentacloud


Die Magentacloud von Telekom kommt mit mindestens 10GB kostenlosem Speicherplatz daher. Allen Telekom-Kunden - egal, ob Mobilfunk oder Festnetz - werden weitere 15GB geschenkt. Mit 1,95€/ Monat ist das kostenpflichtige Upgrade um 50GB fast doppelt so teuer im direkten Vergleich zur iCloud. Ein Terabyte Webspeicher werden eine gewisse Zeit reichen, doch unter den bisher vorgestellten Angeboten ist es das kleinste Limit. Dafür ist der Preis mit fast zehn Euro vergleichsweise hoch. Außerdem liegt die Mindestvertragslaufzeit bei drei Monaten. Positiv zu betrachten ist, dass eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung bereit steht. Damit hast nur du Zugriff auf die Daten, denn aus Anbieter-Sicht speichert er nur Datenmüll.

Strato HiDrive: Satter Aufschlag für SMB, WebDAV & FTP


Strato bietet in seiner HiDrive als einziger in diesem Ranking keinen Gratis-Speicher an. Der günstigste Tarif beinhaltet 100GB für monatliche drei Euro. Maximal sind 3TB im Sinne von 3072GB möglich. Der Spaß kostet dann schon 22€. Hinzu kommt in allen Tarifen eine einmalige Einrichtungsgebühr von zehn Euro, die bei den einjährigen Verträgen entfällt. Strato bittet seine Kundschaft für weitere Dateiprotokolle kräftig zur Kasse. So hat der Zugang via SMB und WebDAV einen monatlichen Aufpreis von vier Euro zur Folge. SMB und WebDAV eignen sich bswp. für die Integration in den Windows Dateiexplorer. Das weit verbreitete File-Transfer-Protocol (kurz: FTP) kostet satte sieben Euro.


Ein vor allem kostenpflichtiger Cloud-Speicher ist eine Investition in die Zukunft. Genau so, wie man nicht ständig seine physischen Datenträger wechselt, sollte man auch länger einen Anbieter behalten. Es erleichert Dir den Überblick über Deine Daten und resultiert in Rabatten bei den Verträgen. Dabei weist nur Du am besten was Du brauchst: eine einfache Datenablage zum Teilen mit der Familie, muss es ein deutscher Dienst sein und brauchst Du die zusätzlichen Dateiprotokolle? Wir empfehlen beim Support nach der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und einer ISO27001-Zertifizierung zu fragen.

Hinweis: Der Beitrag entstand im Rahmen der Sendung radio.exe bei Radio Darmstadt. Alle Inhalte - Podcast & Skripte - gibt es online bei radioexe.de. Schalte an jedem vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr live zu via 103,4MHz, DAB+ (Juli-Dezember) oder im weltweiten Stream!

©2020 Hessentrend/ Leon Ebersmann

Über die Inhalte des Podcasts: Es wird wolkig! Doch wir zitieren nicht die Wettervorhersage, sondern diskutieren über englischsprachige Wolken: Die Cloud als Datenablage. Was nützt sie mir? Was kostet der Spaß? Wie sicher sind meine Daten? Zusätzlich gibt es die "private Cloud" – untergebracht in den eigenen vier Wänden. Außerdem gibt radio.exe Tipps und Tricks für den sicheren Umgang mit privaten Daten im Netz. Unterstützung bietet dabei unsere App-Empfehlung "Google Authenticator". Die Kirsche auf der Sahnetorte: Unsere Technik-News!


Hinter radio.exe steckt ein Team aus Jugendlichen, die zum Spaß an der Technik jeden vierten Sonntag im Monat ab 17:00Uhr eine Sendung auf die Beine stellen. Um 23:00Uhr des selben Tages, wie auch am Montag ab 05:00Uhr & 10:00Uhr wird die Show wiederholt. Dabei wird über das NKL Radio Darmstadt via 103,4MHz, DAB+ (Juli-Dezember) oder im weltweiten Stream unter radiodarmstadt.de gesendet.

radio.exe · SO 26.Januar · 17-18Uhr anhören!

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Terminal 3: Grundsteinlegung am Frankfurter Flughafen


Er ist der größte Flughafen Deutschlands und nach London, Paris, sowie Amsterdam der viertgrößte in Europa. Jährlich landen oder starten bis zu 70Mio. Passagiere am Frankfurter Flughafen. Mit den neuen Terminal 3 soll sich die Zahl um 25 Mio. erhöhen. Die Grundsteinlegung ist erst wenige Tage alt, dennoch soll die Teileröffnung soll 2021 erfolgen. Flugsteig G wird Billigfliegern gewidmet, H bis J wird erst in Zukunft geöffnet. Bei Bedarf kann ein Flugsteig K erbaut werden. Gegner sorgen sich um weitere Probleme für die Region aufgrund von Abgasen und Lärm. Fraport Chef Stefan Schulte bezeichnet die Aktion als "wichtigen Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit für den Flughafen und damit auch für den Wirtschaftsstandort Hessen".

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Europawahl 2019: Wahl-O-Mat ab sofort verfügbar

Wahl-O-Mat Europawahl 2019 (© bpb)

Am 26. Mai finden die Wahlen für ein vielleicht neues europäische Parlament statt. Passend dazu sollten alle bereits ihre Wahlbenachrechtigung erhalten haben. Seit dem Vormittag des Freitags steht der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) kostenlos - auch als App - zur Verfügung. Während den 38 Thesen wird Deine Meinung mit den Positionen der 41 Parteien verglichen, wodurch es zu einem nützlichen Hinweis kommt. Wie auch wir, bietet der Wahl-O-Mat KEINE Wahlempfehlung, doch sollte man im Hinterkopf behalten, was eine Partei für Dich oder vielmehr nicht für Dich in den letzten Monaten tat.

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Kaiserwechsel in Japan: Naruhito nach Akihito


In Japan hat der Kaiser keine politische Macht, aber stellt symbolisch die Einheit des Volkes dar. Um Mitternacht Ortszeit erhielt Japan einen neuen Kaiser, nämlich den 59-jährigen Naruhito, der Sohn des 85 Jahre alten Akihito. Das Volk feierte auf den Straßen trotz schlechtem Wetters, zündeten Feuerwerke oder trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Reiwa". Viele Paare gaben sich um Punkt Mitternacht das Ja-Wort. Es ist das erste mal seit fast 200 Jahren, dass ein Kaiser zu Lebzeiten abdankt. Für diesen Anlass musste Japans Nachkriegsverfassung angepasst werden. Akihito erklärte bei der Zeremonie unter Ausschluss der Öffentlichkeit, dass er seine drei Jahrzehnte lange Herrschaft "ein großer Segen" war und diese mit "tiefem Respekt und Liebe für das Volk" ausführte. Abschließend wünscht er Frieden und Wohlstand für die Zukunft. Palastbeobachter hoffen auf globale Fragen, die thematisiert werden, weil er im Ausland studierte. Seine Frau Masako ist ausgebildete Diplomatin von Harvard.

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Erste Stadt Deutschland's: Konstanz ruft Klimanotstand aus


Konstanz, eine Stadt in Baden-Würrtemberg hat als erste Stadt Deutschlands den Klimanotstand ausgerufen. Weitere Städte sind: Vancouver, Oakland, London & Basel. Der Notstand ist keiner im eigentlichen Sinne, sondern bedeutet, dass das Klima einen besonderen Stellenwert bei politischen Entscheidungen erhält. Zu den Zielen gehört eine klimaneutrale Energieversorgung, Energiemanagment für städtische Gebäude und ein Mobilitätsmanagment.
Die Idee kam von Vertretern der Fridays for Future Bewegung in Konstanz. Daraufhin gab Oberbürgermeister Uli Burchardt den Auftrag an die Verwaltung weiter.

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BKA und FBI schließen zweitgrößten DarkNet-Schwarzmarkt


Die Plattform "Wallstreet Journal" zählt als zweitgrößte Plattform im DarkNet, also dem verborgenen Teil des WorldWideWebs. Angeboten wurden Drogen, falsche Ausweise, gehackte Kreditkarten, doch keine Waffen oder kinderpornografisches Material. Vor kurzer Zeit gelang deutschen Ermittlern im Zusammenarbeit mit dem FBI ein großer Schritt gegen Internetkriminalität. Drei Personen, unter denen ein 22-jähriger und zwei 31-jährige aus Hessen, Baden-Würrtemberg und NRW sind in Folge dessen in Haft.

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